Zum Inhalt springen
newssofort.de

Warnung vor Brandrückständen nach Feuer im Füramoos

Copyright und Urheber siehe Steinhausen an der Rottum

Das Landratsamt Biberach warnt vor gefährlichen Resten nach dem Großbrand im Füramoos. Besonders Landwirte und Tierhalter müssen jetzt vorsichtig sein.

Nach dem Großbrand im Füramoos liegen in der Gegend noch viele Brandrückstände und verkohlte Materialreste. Das Landratsamt Biberach rät nun dazu, diese Reste möglichst vollständig einzusammeln und richtig zu entsorgen. Wer verkohlte Kunststoffe oder Dämmstoffe findet, darf diese auf keinen Fall in den normalen Hausmüll werfen. In solchen Fällen soll die Abfallberatung des Landkreises gefragt werden.

Besonders gefährlich sind die Reste auf Äckern und Wiesen. Wer dort Gras oder Klee erntet, riskiert schwere Schäden an den Maschinen. Zudem besteht eine große Gefahr für die Tiere: Glassplitter im Futter können im Schlund oder im Pansen schwere Verletzungen verursachen. Auch die Qualität der Grassilage leidet, weil sie sich schlechter verdichtet. Das kann zu Schimmel und Hefen führen, was wiederum die Gesundheit der Tiere und die Milchleistung verschlechtert. Deshalb müssen alle Fremdkörper unbedingt weg, bevor die nächste Ernte ansteht. Auch bei bodennahen Früchten wie Sojabohnen oder beim Stroh gibt es Probleme.

Tierhalter sollten ihr Vieh sofort von betroffenen Weideflächen entfernen und auf saubere Flächen bringen oder in den Stall stellen. Die Tiere dürfen nur unbelastetes Futter und Wasser bekommen. Besitzer sollten genau beobachten, ob sich ihre Tiere seltsam verhalten oder krank werden. In diesem Fall sollte ein Tierarzt gerufen werden.

Auch beim Wasser ist Vorsicht geboten. Brandrückstände können Gewässer verunreinigen. Wer Vieh tränkt oder Felder bewässert, muss darauf achten, dass kein dreckiges Wasser verwendet wird. Gleichzeitig erinnert das Amt daran, dass die Wasserentnahme aus Oberflächengewässern wegen des aktuellen Niedrigwassers sowieso eingeschränkt ist.

Wer die Reste richtig einsammelt und entsorgt, muss sich laut Behörden keine Sorgen um den Boden machen. Allerdings gibt es momentan noch keine genauen Aussagen darüber, wie hoch die Konzentration der Schadstoffe ist und wie groß die Gefahr genau ist. Es wird empfohlen, die Verschmutzungen vor der Reinigung mit Fotos zu dokumentieren und den Ort sowie die Menge der Reste zu notieren.

Quelle: Steinhausen an der Rottum – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Aus dem Umkreis: Landkreis Biberach

Alle ansehen