Wanzleben: Beratung für Opfer von SED-Unrecht
Der Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur kommt nach Wanzleben (Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt). Am Mittwoch, den 26. August, bietet er von 10 bis 16 Uhr Beratungsgespräche an. Die Termine finden im Rathaus am Markt 1 im Raum „1874“ statt.
Da die Gespräche einzeln geführt werden, müssen sich die Betroffenen vorher anmelden. Das geht entweder per E-Mail an [email protected] oder über das Telefon unter der Nummer 0391/560-1505. Die Anmeldung muss innerhalb der üblichen Bürozeiten erfolgen.
Das Angebot richtet sich an Menschen, die unter dem SED-Unrecht gelitten haben. Das Spektrum ist breit: Es geht etwa um politische Haft, Zwangsaussiedlungen, Enteignungen oder die Verweigerung von Schulabschlüssen. In Wanzleben wird konkret bei der strafrechtlichen oder beruflichen Rehabilitierung geholfen. Auch bei der Anerkennung von gesundheitlichen Folgeschäden, Entschädigungen für Zwangsaussiedlungen aus dem Grenzgebiet oder der Einsicht in die Stasi-Akten gibt es Unterstützung. Zudem wird psychosoziale Hilfe angeboten, um die eigene Verfolgung aufzuarbeiten.
Ein wichtiger Punkt für die Betroffenen: Seit dem 1. Juli 2025 gibt es neue Verbesserungen bei den Entschädigungen und der Rehabilitierung. Das Angebot an Leistungen wurde erweitert. Die Gespräche im Rathaus sind individuell und vertraulich.
Quelle: Hohe Börde – zur Originalmeldung