Walldorf präsentiert neue Bronzereliefs an Sparkassenvorplatz
In Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg) gibt es einen neuen Blickfang vor der Sparkasse. Dort wurden zwei Bronzereliefs an einer Stele enthüllt. Das Besondere daran: Die Werke stammen von jungen Künstlern der Kinder- und Jugendkunstschule „Kikusch“ der Volkshochschule Südliche Bergstraße. Die Jugendlichen haben den gesamten Prozess begleitet, von der ersten Idee bis zur fertigen Herstellung.
Bürgermeister Matthias Renschler präsentierte die Kunstwerke bei der Feierlichkeiten zu 125 Jahren Stadtrechte. Die Reliefs sind als Geschenk für die Partnerstädte gedacht und sollen als bleibende Erinnerung dienen. Die Stele selbst steht an einer geschichtsträchtigen Stelle: Hier befand sich früher das Geburtshaus von Johann Jakob Astor, bevor die Stele 1996 eingeweiht wurde.
Die beiden Bilder erzählen unterschiedliche Geschichten. Das erste Relief widmet sich der Vielfalt der Stadt und den internationalen Verbindungen. Darin finden sich die Partnerstädte sowie kulinarische Eindrücke aus verschiedenen Ländern wieder, vor allem in Form von Süßigkeiten. Das zweite Relief blickt zurück in die Geschichte. Im Zentrum steht die Urkunde von 1901, mit der Großherzog Friedrich I. Walldorf die Stadtrechte verlieh.
An der Feier nahmen zahlreiche Gemeinderäte sowie Gäste aus den Partnerstädten Saint-Max, Astoria, Walldorf/Werra und Freeport sowie aus Bad Neuenahr-Ahrweiler teil. Damit alle die Rede des Bürgermeisters verstehen, wurde sie ins Französische und Englische übersetzt.
Ein ungewöhnliches Detail gab es am Ende der Veranstaltung: Die Gäste konnten Grüße in ein Gästebuch schreiben. Dabei nutzten sie historische Eisengallustinte. Die Kinder der Kunstschule hatten diese Tinte selbst hergestellt, unter anderem aus Galläpfeln von Eichenblättern aus Walldorf. Diese Art von Tinte wurde vermutlich auch vor über hundert Jahren für die ursprüngliche Stadtrechts-Urkunde verwendet.
Quelle: Walldorf – zur Originalmeldung