Walldorf kämpft gegen die Asiatische Tigermücke
In Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg) machen die Asiatischen Tigermücken keinen Urlaub. Besonders jetzt, wo es heiß ist und durch Regenfälle Wasser in Eimern oder Töpfen stehen bleibt, haben die Mücken ideale Bedingungen. Sie vermehren sich dann rasend schnell.
Das Problem: Die Mücken können Krankheiten wie Dengue- oder Chikungunya-Viren übertragen. Zwar ist das Risiko in Deutschland momentan gering, aber die Stadt will verhindern, dass die Tiere zur Plage werden. Die Tigermücke fliegt zwar nur kurze Strecken, reist aber oft als blinder Passagier in Autos in neue Gebiete.
Die Stadt bittet deshalb alle Bewohner, Brutstätten im eigenen Wohnumfeld zu beseitigen. Überall dort, wo Wasser länger als eine Woche steht, können sich Larven entwickeln. Dazu gehören Regentonnen, Zisternen, Gullys, Gießkannen, Blumentopfuntersetzer oder auch vergessenes Plastikspielzeug im Garten. Unnötige Behälter sollten weggeräumt oder abgedeckt werden. Regentonnen müssen mit Deckeln oder Netzen verschlossen werden.
Wer Hilfe braucht, kann sich an die Fachfirma Icybac wenden. In stark betroffenen Gebieten gehen Mitarbeiter der Firma von Tür zu Tür und beraten die Leute direkt vor Ort. Wer selbst aktiv werden will, kann in der Hebelstraße 9 in Heidelberg kostenlose Hilfe abholen. Dort gibt es mittwochs von 9 bis 13 Uhr und freitags von 14 bis 18 Uhr Bti-Tabletten, Netze für Regentonnen und sogenannte Hüpferlinge – kleine Krebse, die die Mückenlarven fressen.
Zusätzlich gibt es jeden ersten Montag im Monat um 19 Uhr eine Online-Infoveranstaltung unter https://infoveranstaltung.icybac.de/2026. Wer es noch ernster meint, kann sich online zum Straßenpaten ausbilden lassen und so in der Nachbarschaft helfen.
Besonders wichtig ist die Vorbereitung auf den Urlaub. Bevor es in die Ferien geht, sollten Vogeltränken umgedreht und Gullys mit Bti-Tabletten behandelt werden. Wer aus Gebieten zurückkommt, in denen die Mücke bereits verbreitet ist, sollte sein Auto kontrollieren und Mücken mit Insektenspray entfernen.
Zum eigenen Schutz empfiehlt die Stadt lange Kleidung und Mückenmittel mit den Wirkstoffen Icaridin oder DEET. Fliegengitter an Fenstern und Türen helfen ebenfalls, die Tiere aus der Wohnung fernzuhalten. Wer nach einer Reise in ein Tigermückengebiet Fieber oder Gelenkschmerzen bekommt, sollte einen Arzt mit Erfahrung in Tropenmedizin aufsuchen.
Quelle: Walldorf – zur Originalmeldung