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Walldorf baut hochwertige Ersatzklasse für Schüler

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Auf einem Parkplatz am Schulzentrum entsteht ein modernes Modulgebäude. Es soll den Unterricht während einer großen Sanierung sichern.

Im Schulzentrum von Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg) wird es bald neue Lernorte geben. Der Gemeinderat hat entschieden: Auf dem Parkplatz neben der Sporthalle wird ein Interimsgebäude errichtet. Das Ganze soll zum Schuljahr 2027/28 fertig sein.

Der Grund für den Bau ist eine notwendige Sanierung im Hauptgebäude. Stadtbaumeister Andreas Tisch erklärte, dass vor allem der Brandschutz verbessert werden muss. Da die Decken saniert werden, müssen die betroffenen Bereiche geräumt werden. Zudem braucht das Gymnasium mehr Platz, weil die G9-Züge wieder eingeführt wurden. Die neuen Räume sollen so lange genutzt werden, bis eventuell ein Ergänzungsbau fertiggestellt ist.

Die Stadt will keine billigen Container, sondern setzt auf eine hochwertige Modulbauweise. Das Gebäude wird drei Stockwerke haben und insgesamt zwölf Klassenräume bieten. Jeder Raum soll mindestens 68 Quadratmeter groß sein und eine Höhe von 2,75 Metern haben. Neben den Klassen gibt es einen Aufzug, Treppenhäuser, Technikräume und Sanitäranlagen. Damit die Schüler in den Pausen nicht nur in den Zimmern hocken, kommen auf der Südseite extra Aufenthaltsbereiche an den Fluren hinzu.

Auch bei der Technik wird nicht gespart. Das Gebäude bekommt eigene Wärmepumpen für Wärme und Kälte. Über spezielle Deckenkassetten sollen die Räume im Sommer gekühlt werden, damit es nicht zu heiß zum Lernen wird. Für die Luft sorgen Fenster und mechanische Lüfter an der Fassade. Zudem gibt es einen Sonnenschutz an der Außenseite und schallschluckende Wände und Decken.

Das Ganze kostet viel Geld. Das Stadtbauamt rechnet mit rund 6,8 Millionen Euro für den Bau und weiteren 100.000 Euro für die Ausstattung. Die Politiker verschiedener Parteien begründen die hohen Kosten damit, dass die Anlage sechs bis acht Jahre lang genutzt werden soll. Durch die bessere Qualität sinken die Unterhaltskosten, und das Gebäude lässt sich später an einem anderen Ort wiederverwenden oder verkaufen.

Ob die Anlage in einigen Jahren tatsächlich durch einen festen Ergänzungsbau ersetzt wird, bleibt offen. Die CDU möchte in drei bis vier Jahren prüfen, wie sich die Schülerzahlen entwickelt haben, bevor endgültig über einen weiteren Neubau entschieden wird.

Quelle: Walldorf – zur Originalmeldung

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