Walldorf baut altes Hotel in Wohnungen um
Der Gemeinderat in Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg) hat grünes Licht für ein Umbauprojekt gegeben. Ein ehemaliges Hotel in der Bahnhofstraße 18 wird in Wohnraum verwandelt. Insgesamt sollen dort 14 abgeschlossene Wohnungen entstehen: sechs Drei-Zimmer- und acht Zwei-Zimmer-Wohnungen. Auf insgesamt 842 Quadratmetern soll Platz für Menschen geschaffen werden, die in der Stadt arbeiten oder leben.
Besonders wichtig sind die Wohnungen für die Mitarbeiter des geplanten neuen Pflegeheims. Die Stadt will so attraktiver für Pflegekräfte werden und neue Leute anwerben. Bis die Wohnungen für diesen Zweck gebraucht werden, sollen dort erst einmal Geflüchtete untergebracht werden, die bereits in Walldorf leben.
Damit die Wohnqualität stimmt, baut die Stadt an der Süd-, West- und Nordseite Balkone aus Stahl an. Ohne diese Balkone wäre der Umbau zwar günstiger gewesen, doch der Gemeinderat wollte die bessere Ausstattung. Die gesamten Kosten für die Maßnahme liegen bei etwa 1,1 Millionen Euro.
Auch die Energieversorgung wurde geplant. Eine Photovoltaikanlage mit 55 Kilowatt-Peak soll auf das Dach kommen, damit der Strom direkt im Haus genutzt werden kann. Eine teurere neue Heizung wurde dagegen abgelehnt, da die vorhandene Wärmepumpe noch ausreicht.
Zusätzlich hilft das Gebäude bei einem anderen Problem: Im Rathaus ist es momentan zu eng. Deshalb werden im Erdgeschoss vorübergehend zehn Büroarbeitsplätze geschaffen. Diese sollen bis Ende Januar 2027 bereitstehen. Sobald der Neubau in der Johann-Jakob-Astor-Straße 3+5 fertig ist, ziehen die Mitarbeiter der Verwaltung wieder aus.
Die verschiedenen Fraktionen im Gemeinderat stimmten dem Plan zu. Einige hatten zwar anfangs Bedenken beim Kauf des Gebäudes, sehen das Konzept jetzt aber als wichtigen Baustein für die Versorgung mit Pflegepersonal und die Wohnraumentwicklung in der Stadt.
Quelle: Walldorf – zur Originalmeldung