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Waldwege im Moor: Waldbesitzer müssen Genehmigung einholen

Wer in Moorbereichen neue Waldwege bauen will, darf nicht einfach loslegen. Vor allem bei der Bekämpfung des Borkenkäfers gibt es strenge Regeln für das Material.

Viele Waldbesitzer wollen derzeit befallenes Holz aus ihren Beständen holen, um den Borkenkäfer zu bekämpfen. Dafür sind oft neue Wege nötig. Doch wer in Moorbereichen baut, muss vorsichtig sein. Johannes Götz, Projektkoordinator für Moorwaldbewirtschaftung, warnt: Wer Fremdmaterial in den Wald bringt, muss das Vorhaben vorher beim Landratsamt anzeigen.

Das gilt besonders für geschützte Gebiete, wie die sogenannten FFH- oder Natura-2000-Gebiete. Da die meisten Moorwälder dazugehören, ist eine Genehmigung Pflicht. Zuständig dafür ist die Abteilung für Abfallwirtschaft im Landratsamt. Auch die Naturschutzbehörde und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) schauen sich die Pläne genau an.

Ob ein Weg genehmigt wird, ist immer eine Einzelfallentscheidung. Es kommt darauf an, wie tief das Moor ist und welches Material verwendet wird. Ein Weg wird nur erlaubt, wenn er für die Bewirtschaftung wirklich nötig ist und die Natur nicht zu stark belastet wird. Einfach nur Schutt oder Abfall im Moor zu entsorgen, ist streng verboten.

Beim Bau gibt es verschiedene Möglichkeiten. In sehr nassen Stellen eignen sich sogenannte Bengelwege aus Rundholz, die man später wieder entfernen kann. In Übergangsbereichen können unlackierte Ton-Dachplatten mit einem speziellen Vlies helfen. In trockeneren Teilen des Waldes reichen oft einfache Ton-Ziegel.

Wichtig ist, dass das Material sauber und unbehandelt ist. Kies ist im Moor nicht erwünscht, weil der Kalk den sauren Boden schädigen kann. Beton, Bauschutt oder Teer sind komplett verboten. Waldbesitzer sollten sich daher unbedingt abstimmen, bevor sie mit den Arbeiten beginnen.

Wer mehr wissen will, findet Informationen auf der Moorwald-Website der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) unter s.bayern.de/moorwald oder bei der Allgäuer Moorallianz unter www.moorallianz.de. Kontaktdaten zum Landratsamt gibt es unter www.landkreis-ostallgaeu.de.

Quelle: Friesenried – zur Originalmeldung

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