Waldorf erhält Büchertelefonzelle als Geschenk
In Waldorf (Rheinland-Pfalz) gibt es jetzt einen neuen Ort für Leseratten. Die Familie Altenschmidt hat eine alte Telefonzelle gekauft und sie in Eigenarbeit umgebaut. Aus dem ehemaligen Telefonhäuschen wurde ein öffentlicher Bücherschrank, der nun der gesamten Dorfgemeinschaft zur Verfügung steht.
Das Projekt entstand ohne Geld aus öffentlichen Töpfen. Die Familie Altenschmidt hat die Zelle selbst hergerichtet und auch die ersten Bücher gespendet, damit der Schrank von Anfang an gefüllt war. Geholfen hat beim Aufbau auch der Seniorenarbeitskreis Waldorf. Die Familie Bous steuerte den nötigen Beton für das Fundament bei.
Ortsbürgermeister Werner Nachtsheim nahm die Spende offiziell entgegen. Die Familie Altenschmidt möchte damit vor allem den Spaß am Lesen fördern. In einer Zeit, in der alles digital läuft, sollen Jung und Alt wieder mehr zum Buch greifen – kostenlos und ohne Anmeldung.
Die Büchertelefonzelle funktioniert nach dem Prinzip des freien Tauschs: Wer ein Buch mitbringt, darf im Gegenzug eines anderen mitnehmen. Der Schrank ist rund um die Uhr für alle Bewohner geöffnet. Es gibt keine Leihfristen und keine Gebühren.