Waldkindergarten Gerabronn verabschiedet seine Vorschulkinder
Hinter den Vorschulkindern im Waldkindergarten Gerabronn (Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg) liegt ein ereignisreiches Jahr. Die Gruppe, die sich selbst „Eichhörnchen“ nennt, hat sich intensiv auf den Wechsel in die Grundschule vorbereitet. Ein fester Punkt im Kalender war dabei der wöchentliche „Eichhörnchtag“. An diesen Vormittagen stand die Vorbereitung auf den neuen Lebensabschnitt im Vordergrund.
Die Kinder haben nicht nur gelernt, mit Zahlen und Formen umzugehen oder Reime zu bilden, sondern auch, wie man sich in einer Gruppe verhält. In regelmäßigen Kinderkonferenzen lernten sie, ihre Meinung zu sagen, Abstimmungen durchzuführen und Streit ohne Gewalt zu lösen. Auch die Motorik wurde durch Basteln und Bewegung im Wald trainiert. Um den Übergang zur Schule zu erleichtern, besuchte eine Lehrkraft der Grundschule regelmäßig die Gruppe. Zudem durften die Kinder bei verschiedenen Aktionen bereits in die Schule hineinschnuppern.
Ein besonderer Höhepunkt war das Theaterprojekt, an dem die Kinder ein ganzes Vierteljahr arbeiteten. Sie entwickelten die Geschichte „Die wildeste Reise der Welt“ selbst, bastelten die Marionetten und Handpuppen und probten die Szenen. Am Ende führten sie das Stück vor den jüngeren Kindern, den „Grashüpfern“, auf.
Auch außerhalb des Waldes waren die Kinder viel unterwegs. Sie besuchten das Theater, erkundeten das Schloss Weikersheim und waren in der Bücherei. Die Polizei führte eine Verkehrserziehung direkt vor Ort durch. Zudem lernten die Kinder vom Wasserwirtschaftsamt, wie „Energiedetektive“ arbeiten, und besuchten eine Kläranlage. Gemeinsame Ausflüge gab es zudem mit dem Montessori-Kindergarten aus Dünsbach.
Zum Abschluss des Jahres stehen nun traditionelle Rituale an. Die Kinder feiern ein Schulranzenfest, verbringen eine mutige Nacht im Wald und nehmen an einem gemeinsamen Abschiedsfrühstück teil, bevor sie in die erste Klasse starten.
Quelle: Gerabronn – zur Originalmeldung