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Waldeck-Frankenberg plant neue Wärmeversorgung für die Region

Copyright und Urheber siehe Landkreis Waldeck-Frankenberg

Der Landkreis und die Energie Waldeck-Frankenberg haben ein Konzept zur Wärmewende fertiggestellt. Nun wissen die Gemeinden, wie sie künftig heizen wollen.

Viele Hausbesitzer fragen sich derzeit, wie es mit ihrer Heizung weitergehen soll und woher die Energie in Zukunft kommt. Im Landkreis Waldeck-Frankenberg (Nordhessen) gibt es nun eine Antwort darauf. Der Landkreis und die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) haben ein großes Planungskonzept fertiggestellt und an 20 beteiligte Kommunen übergeben.

Das Projekt ist ein wichtiger Schritt für die Region. Damit liegt der Landkreis deutlich vor der gesetzlichen Frist, die eigentlich bis Mitte 2028 läuft. In dem Konzept stecken Steckbriefe für über 200 Ortsteile. Darin steht genau, wie in den einzelnen Orten heute geheizt wird und welche Möglichkeiten es für die Zukunft gibt.

Die Planung zeigt auf, welche Energiequellen an welchem Ort Sinn ergeben. Das kann Windkraft, Biogas oder Photovoltaik sein. Auch Geothermie oder Abwärme aus der Industrie kommen infrage. So könnte zum Beispiel ein Betrieb, der viel Wärme produziert, diese in Zukunft an private Haushalte in der Nachbarschaft weitergeben. In anderen Ortsteilen sind Wärmepumpen in Kombination mit Solarzellen die bessere Lösung.

Für die Bürger ist wichtig: Das Konzept ist eine Orientierungshilfe und kein Zwang. Es gibt keine Vorschriften, welche Technik man einbauen muss, und niemand wird gezwungen, an ein Wärmenetz anzuschließen. Alte Heizungen können weiterhin betrieben und repariert werden.

Wer Fragen zu seiner eigenen Heizung hat, bekommt ab Herbst Hilfe. Es soll Beratungsangebote geben, zum Beispiel in Form von Sprechstunden in den Rathäusern oder durch die EWF, sowohl persönlich als auch online.

Die Verantwortung für die Umsetzung liegt nun bei den Gemeinden. Diese prüfen die Ergebnisse in den nächsten Wochen und Monaten in ihren Gremien. Einige Orte, wie Lichtenfels, Edertal oder Waldeck, nutzen die Daten bereits für erste Projekte. Die Kommunen erhalten zudem eine Software, mit der sie die Daten digital verwalten und anpassen können.

Landrat Jürgen van der Horst betont, dass die gemeinsame Planung kostengünstiger und effizienter war, als wenn jede Gemeinde alles alleine gemacht hätte. Die eigentliche Arbeit bei der Umsetzung der Wärmewende beginnt nun erst.

Quelle: Landkreis Waldeck-Frankenberg – zur Originalmeldung

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