Waldbrandgefahr im Landkreis Coburg steigt
Im Landkreis Coburg (Nordwesten Oberfrankens, Bayern) wird es gefährlich trocken. Die Temperaturen klettern über 30 Grad und es hat kaum geregnet. Deshalb warnt der Wetterdienst vor Waldbränden. Für die Station in Oberlauter gilt am Samstag die Gefahrenstufe III, was eine mittlere Gefahr bedeutet. Am Freitag und Montag wird es noch kritischer: Da gilt Stufe IV, also eine hohe Gefahr. Im Nachbarlandkreis Bamberg ist die Lage mit Stufe V bereits extrem ernst.
Um Schlimmeres zu verhindern, hat die Regierung von Oberfranken eine Maßnahme angeordnet. Von Samstag, dem 1. August, bis Sonntag, dem 2. August, fliegen Beobachtungsflugzeuge über den gesamten Regierungsbezirk. Die Maschinen starten am Nachmittag. Das ist die Zeit, in der die Hitze am höchsten ist und viele Menschen in der Natur unterwegs sind.
Das Landratsamt bittet alle Bewohner und Besucher, extrem vorsichtig zu sein. Im Wald oder auf Wiesen darf auf keinen Fall ein offenes Feuer gemacht werden. Das gilt für Grillen, Fackeln oder das Verbrennen von Gartenabfällen. Auch das Rauchen ist im Wald vom 1. März bis zum 31. Oktober generell verboten. Wer Zigarettenkippen aus dem Auto oder dem Zug wirft, riskiert ebenfalls einen Brand.
Besonders wichtig ist das Parkverhalten: Autos sollten nicht auf trockenem Gras stehen, da heiße Motorteile das Gras entzünden können. Zudem dürfen keine Abfälle in der Natur landen, weil Glasscherben wie Brenngläser wirken. Die Zufahrten zu Wäldern und Seen müssen immer frei bleiben, damit die Feuerwehr im Ernstfall schnell durchkommt.
Wer Rauch oder Feuer entdeckt, soll sofort die 112 anrufen. Auch bei kleinen Feuern ist ein schneller Notruf wichtig, damit aus einem kleinen Brand kein riesiges Feuer wird.