Waldbrand-Spezialisten aus Lüchow-Dannenberg im echten Einsatz
Am vergangenen Samstag sah es auf einem Stoppelacker bei Gusborn (Landkreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen) erst einmal nach einem echten Brand aus. In Wahrheit war es jedoch eine Übung. Die Katastrophenschutzeinheit GFFF-V IV trainierte dort, wie man Vegetationsbrände unter realen Bedingungen bekämpft.
Landrätin Dagmar Schulz besuchte die Truppe bei der Übung. Sie hatte ein Geschenk dabei: neue T-Shirts für den Dienst im Sommer. Die Kosten für die Kleidung haben sich der Landkreis Lüchow-Dannenberg, der Landkreis Lüneburg und der Museumsverbund Lüchow-Dannenberg geteilt. Normalerweise kümmert sich das Land Niedersachsen um die Ausrüstung, aber die T-Shirts sollten für eine einheitliche Optik und mehr Komfort bei Hitze sorgen.
Doch die Übung wurde plötzlich unterbrochen. Nach etwa zwei Stunden kam der Alarm: Im Müritz-Nationalpark brannte es wirklich. Die Spezialisten brachen das Training sofort ab und fuhren zum Realeinsatz, um dort beim Löschen zu helfen.
Am Sonntagnachmittag kehrten die Männer und Frauen der Einheit in ihre Heimat zurück. Seit Montagmorgen ist das Feuer im Nationalpark vollständig gelöscht.
Die Einheit besteht aus insgesamt 52 Einsatzkräften aus den Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg. Sie sind speziell für Waldbrände ausgerüstet und verfügen über Kommandowagen sowie schwere Tanklöschfahrzeuge. Die Anforderungen an die Leute sind hoch: Sie müssen fit sein, Atemschutz tragen können und oft auch Fremdsprachen beherrschen, da sie im gesamten europäischen Ausland angefordert werden können.