Waldbrand bei Hilgert: Über 200 Einsatzkräfte im Einsatz
Am Montagnachmittag, den 10. August 2026, ging gegen 14.20 Uhr ein Notruf bei der Rettungsleitstelle Montabaur ein. In der Gemarkung Hilgert (Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz) brannte es im Wald. Das betroffene Gebiet liegt oberhalb des Industriegebiets Hilgert in Richtung Ransbach-Baumbach. Insgesamt sind etwa 85.000 Quadratmeter Wald betroffen.
Nach den ersten Erkenntnissen stürzte ein Baum auf eine Stromleitung. Durch die beschädigte Leitung entstanden an verschiedenen Stellen im Wald Brände. Es brannte also nicht alles in einem großen Stück, sondern es gab mehrere einzelne Brandherde. Die Feuerwehr musste deshalb an verschiedenen Punkten gleichzeitig löschen.
Weil das Feuer so heftig war, wurden immer mehr Helfer gerufen. Bis 17 Uhr waren bereits rund 200 Einsatzkräfte vor Ort. Neben den Wehren aus der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen halfen auch Leute aus Ransbach-Baumbach, dem Landkreis Mayen-Koblenz und dem nördlichen Westerwaldkreis. Sogar der Waldbrandzug aus Koblenz rückte aus. Um genug Wasser zu haben, pumpten die Retter Wasser aus dem Naturschwimmbad Linderhohl in Höhr-Grenzhausen. Das Bad bleibt deshalb voraussichtlich bis Mittwoch geschlossen.
Durch die kaputte Stromleitung fiel in mehreren Dörfern in der Umgebung der Strom aus. Bis zum späten Nachmittag konnten die Techniker die meisten Störungen beheben und den Strom wieder einschalten.
Auch für Autofahrer gab es Probleme. Wegen des riesigen Einsatzes musste die L307 zwischen der K117 und Baumbach in beide Richtungen gesperrt werden. Die Fahrer mussten über eine Umleitung ausweichen. Die Einsatzleitung liegt mittlerweile beim Westerwaldkreis.
Ob der Baum und die Leitung wirklich die Ursache für alle Brandstellen waren, wird derzeit noch genau untersucht. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Hillscheid – zur Originalmeldung