Waldbrände in Zell am Harmersbach und Biberach
Am Dienstag ging es in der Region rund um Zell am Harmersbach (Baden-Württemberg) und Biberach (Baden-Württemberg) mehrfach im Wald. Gegen 15:30 Uhr bemerkten Menschen ein Feuer an der B 33 zwischen Biberach und Haslach. Die Feuerwehr rückte sofort aus. Weil das Feuer nah an der Straße wütete, sperrte die Polizei die Prinzbacher Straße. Auch auf der B 33 mussten die Autofahrer vorsichtshalber langsamer fahren.
Kurz darauf, gegen 16:25 Uhr, gab es einen zweiten Alarm in Zell am Harmersbach. Dort brannte der Wald in einer steilen Hanglage. Die L 94 musste zwischen dem Kreisverkehr Zeller Straße/Eisensprung und der Hauptstraße/Unterentersbacher Straße komplett gesperrt werden. Da das Gelände sehr unwegsam ist, half ein Hubschrauber der Polizei bei den Einsätzen. Die Besatzung suchte aus der Luft nach Wanderern oder Sportlern, die noch im Wald gefangen sein könnten.
In Zell am Harmersbach sind die Löscharbeiten noch nicht beendet. Die Feuerwehr rechnet damit, dass sie noch länger im Einsatz bleibt. Insgesamt sind dort etwa 20 Hektar Wald betroffen. Der Bereich zwischen den Schwimmbädern von Zell am Harmersbach und Biberach ist für alle gesperrt. Die Gemeinden haben dort Warnschilder aufgestellt. Die Polizei warnt davor, in das abgebrannte Gebiet zu gehen, da morsche Äste oder ganze Bäume herunterstürzen können.
Die Polizei wundert sich über die vielen Brände in den letzten Tagen und Wochen. Zwar ist es momentan sehr trocken, aber die Häufung der Feuer wirkt ungewöhnlich. Bisher gibt es zwar keine konkreten Beweise für Brandstiftung, trotzdem übernimmt nun die Kriminalpolizei zentral die Ermittlungen. In den betroffenen Orten werden in den nächsten Tagen mehr Streifenwagen unterwegs sein.
Die Ermittler suchen nun nach Zeugen. Wer verdächtige Autos gesehen hat oder Menschen bemerkte, die sich seltsam verhalten haben, soll sich melden. Hinweise können an den Kriminaldauerdienst unter 0781 21 - 2820 oder über die 110 durchgegeben werden. Die Ermittlungen dauern an.