Waidhaus: Mann mit zwei Pässen bei Grenzkontrolle gefasst
Gegen 4 Uhr am Donnerstagmorgen kontrollierten Beamte der Bundespolizei auf der A6 in Waidhaus (Landkreis Neustadt an der Waldnaab, Bayern) einen 37-jährigen Mann aus Moldau. Der Mann zeigte zunächst einen gültigen Reisepass vor. Doch die Polizisten wurden misstrauisch und fanden heraus, dass der Mann noch einen zweiten Reisepass besitzt.
Die Beamten prüften daraufhin beide Dokumente genau. Dabei kam heraus, dass der Mann insgesamt schon 122 Tage im Schengenraum war. Eigentlich dürfen Staatsangehörige aus Moldau nur 90 Tage innerhalb von 180 Tagen ohne Visum bleiben. Er war also bereits 32 Tage zu lange im Land. Eine erneute Einreise nach Deutschland war deshalb nicht mehr erlaubt.
Die Polizei nahm den Mann fest. Er soll noch am Donnerstag mit dem Flugzeug zurück in seine Heimat gebracht werden. Außerdem bekommt er eine Einreisesperre für den Schengenraum, die drei Jahre lang gilt. Die Polizei schickt die Leute in solchen Fällen direkt ins Heimatland und nicht nur zurück nach Tschechien. So soll verhindert werden, dass die Menschen einfach wieder versuchen, über die Grenze nach Deutschland zu kommen.
Solche Fälle gibt es an der Grenze häufiger. Allein im August gab es in Waidhaus zwölf ähnliche Vorfälle, bei denen die Bundespolizei die Menschen direkt in ihre Heimatländer zurückschickte und Einreisesperren verhängte.
Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der versuchten unerlaubten Einreise eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeidirektion München – zur Originalmeldung