Waffengeschäfte ausgeraubt: 19-Jähriger nach Verfolgungsjagd in Haft
In der Nacht zu Sonntag passierte im Wetteraukreis (Hessen) gleich zwei Einbrüche. Die Täter schlugen schnell zu und raubten Waffen aus zwei verschiedenen Geschäften. Zuerst trafen sie ein Geschäft in Friedberg ins Visier, knapp zwei Stunden später folgte ein weiterer Raub in Hoch-Weisel. Zeugen bemerkten bei beiden Taten einen schwarzen Porsche SUV mit einem Kennzeichen aus der Schweiz.
Gegen 05:15 Uhr entdeckte eine Polizeistreife den auffälligen Wagen auf der A 5. Der Fahrer fuhr in Richtung Süden. Als die Beamten ihn anhalten wollten, ignorierte er alle Signale. Statt zu bremsen, gab der Fahrer Gas und flüchtete bis nach Nieder-Eschbach. Dort konnten die Polizisten das Auto schließlich stoppen.
Zwei Männer waren im Wagen. Einer von ihnen schaffte es, zu Fuß zu entkommen. Der zweite Mann wurde festgenommen. Bei der Festnahme schoss die Polizei. Es wurde jedoch niemand verletzt. Die Beamten suchten den Bereich mit mehreren Streifenwagen und einem Hubschrauber nach dem flüchtigen Komplizen ab. Dieser konnte bislang nicht gefunden werden.
Der Festgenommene ist ein 19-jähriger Franzose. Am Montagnachmittag brachte die Kripo aus Friedberg den jungen Mann vor das Amtsgericht. Eine Richterin erließ einen Haftbefehl. Der Verdächtige sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt.
Die Polizei prüft derzeit noch, welche Gegenstände genau gestohlen wurden. Zudem wird untersucht, ob die Waffen, die im Porsche gefunden wurden, aus den beiden Geschäften stammen. Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft Gießen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle – zur Originalmeldung