VR-Brillen und Sensoren: So lernt die Polizei in Hann. Münden
Die Innenministerin von Niedersachsen, Daniela Behrens, war am Mittwoch (29.07.2026) in Hann. Münden (Landkreis Northeim, Niedersachsen) zu Besuch. Sie wollte sehen, wie die angehenden Polizistinnen und Polizisten heute ausgebildet werden und welche neuen Methoden in der Fortbildung zum Einsatz kommen.
Ein Highlight bei dem Rundgang war das System „REACT.XR“. Dabei nutzen die Beamten Virtual-Reality-Brillen, um gefährliche Situationen virtuell zu erleben. Solche Szenarien sind in der echten Welt oft zu riskant oder zu teuer, um sie wirklich durchzuspielen. Nach dem Training analysieren die Teilnehmer gemeinsam, was gut lief und wo sie Fehler gemacht haben.
Auch beim Schießen setzt die Akademie auf Technik. In der neuen Raumschießanlage wurde der Ministerin das System „MantisX“ gezeigt. Ein Sensor misst genau, wie der Schütze den Abzug betätigt. Die Daten landen in einer App, die dann Tipps zur Verbesserung gibt. Das Besondere: Man kann damit auch ohne scharfe Munition trainieren, was die Übungszeit im Studium verlängern soll.
Zuletzt sah die Ministerin, wie Bewerber auf Herz und Nieren geprüft werden. Wer Polizist werden will, muss einen 3000-Meter-Lauf absolvieren und einen Parcours in der Halle überstehen. Dabei geht es nicht nur um die Ausdauer, sondern auch um Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination.
Ministerin Behrens betonte, dass eine moderne Polizei zeitgemäße Auswahlverfahren und neue Trainingsformen brauche. Auch die stellvertretende Direktorin der Akademie, Andrea Marquardt, sieht die digitalen Tools als wichtige Ergänzung zu den klassischen Lehrkonzepten, um die Beamten besser auf den Alltag vorzubereiten.