Vohenstrauß fordert sparsamen Umgang mit Trinkwasser
In Vohenstrauß (Landkreis Neustadt an der Waldnaab, Bayern) wird das Trinkwasser knapp. Weil es im letzten Winter zu wenig geregnet hat und es seit Langem trocken ist, sinken die Pegel in den Brunnen und Quellen der Stadt. Die Verantwortlichen beobachten die Lage genau, da die Verbrauchszahlen stark gestiegen sind.
Normalerweise braucht die Stadt im Sommer zwischen 1000 und 1200 Kubikmeter Wasser am Tag. Im Winter sind es meist nur 800 bis 1000 Kubikmeter. In den letzten Tagen ist der Verbrauch aber auf bis zu 1500 Kubikmeter täglich hochgeschossen. Das liegt wohl vor allem daran, dass viele Menschen ihre Gärten und Rasenflächen wässern. Da auch die eigenen Regenwasser-Tanks leer sind, wird nun vermehrt aus der Leitung gegossen.
Die Stadt bezieht den Großteil ihres Wassers von der Steinwaldgruppe und bittet nun die Bewohner, vorsichtig mit der Ressource umzugehen. In dieser Dürrephase soll auf das großflächige Gießen von Rasen verzichtet werden. Auch Autos sollten nicht zu Hause gewaschen und Einfahrten nicht mit dem Schlauch abgespritzt werden. Wer trotzdem gießen muss, sollte dies nur spät am Abend oder in der Nacht tun, damit das Wasser bei der Hitze nicht sofort verdunstet.
Wer Wasser für den Garten braucht, kann auf die städtischen Brauchwasser-Entnahmestellen ausweichen. Diese gibt es beim Regenüberlaufbecken in der Nähe vom Bauhof, beim Hütbrunnenweg, bei der Kläranlage in Unterlind, bei der Kläranlage Roggenstein sowie in Böhmischbruck und Altentreswitz. Pro Person dürfen dort bis zu 2000 Liter am Tag entnommen werden. Zudem erinnert die Stadt an die mögliche Bezuschussung für eigene Regenwassernutzungsanlagen.
Zusätzlich gibt die Stadt Tipps für den Alltag: Wer duscht statt badet, verbraucht etwa 40 Liter statt der 120 Liter bei einem Vollbad. Man sollte den Wasserhahn beim Zähneputzen zudrehen, tropfende Hähne reparieren und Wasch- sowie Spülmaschinen nur voll beladen starten. Auch die Nutzung von Mischbatterien mit Thermostat hilft, Wasser zu sparen. Die Bürger sollten zudem regelmäßig ihre Wasserzähler prüfen, um Lecks schnell zu finden.