Vogtlandkreis verbietet Wasserentnahme aus Gewässern
Die Hitze und die anhaltende Trockenheit haben ihre Spuren hinterlassen. In den Gewässern des Vogtlandkreises (Sachsen) sinken die Wasserstände immer weiter. Da die Wettervorhersagen für die nächsten Wochen kaum Regen versprechen, greift die Wasserbehörde nun durch.
Ab dem 31. Juli 2026 gilt ein offizielles Verbot für die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern. Das bedeutet konkret: Wer an einem fließenden oder stehenden Gewässer wohnt oder es besitzt, darf dort kein Wasser mehr mit Pumpvorrichtungen entnehmen. Diese Regelung gilt bis auf Widerruf.
Es gibt jedoch Ausnahmen. Wer eine offizielle wasserrechtliche Erlaubnis hat, darf weiterhin Wasser entnehmen. Auch wer nur einen Eimer oder ein anderes Handgefäß nutzt, um für den täglichen Bedarf Wasser zu schöpfen, darf das weiterhin tun. Voraussetzung ist allerdings, dass genug Wasser im Gewässer bleibt und die Wasserführung nicht gefährdet wird.
Die Behörden wollen mit diesem Verbot verhindern, dass der gesamte Wasserhaushalt im Landkreis dauerhaft Schaden nimmt. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.