Vogelsberger Volkshochschule bekämpft Einsamkeit mit neuem Programm
Einsamkeit betrifft nicht nur alte Menschen. Das ist die Überzeugung von Kirsten Wegwerth, der Leiterin der Volkshochschule (vhs) des Vogelsbergkreises. Auch junge Erwachsene, Alleinerziehende oder Menschen mit Migrationshintergrund fühlen sich oft allein. Das hat laut einem aktuellen Barometer schlimme Folgen: Die körperliche und psychische Gesundheit leidet, und das Vertrauen in die Gesellschaft sinkt.
Deshalb setzt die vhs im kommenden Herbst ein Zeichen. Die Schule will nicht nur Wissen vermitteln, sondern ein Ort sein, an dem man andere trifft und gemeinsam spricht. Das Ziel ist es, das Thema Einsamkeit aus der Tabuzone zu holen und Menschen eine Plattform zu bieten, um wieder Gemeinschaft zu erleben.
Das Programm ist vielfältig. Es gibt einen Workshop zu Verlustgeschichten und ein Seminar für Menschen, die keine Angehörigen in der Nähe haben. Wer kurz vor dem Ruhestand steht, kann einen speziellen Bildungsurlaub belegen. Auch praktische Angebote sollen helfen, neue Kontakte zu knüpfen: Es gibt Tanzkurse, für die man keinen Partner braucht, Kurse für Smalltalk oder gemeinsame Kochgruppen. Wer sich bewegen will, kann zum Beispiel Lachyoga ausprobieren oder mit anderen das Laufen lernen. Sprachkurse sollen den Austausch fördern, damit man nicht nur allein am Computer sitzt.
Das neue Semester startet am 31. August. Das komplette Programm ist online unter www.vhs-vogelsberg.de zu finden.
Quelle: Romrod – zur Originalmeldung