Voerde: Familie beim Grillen am Rhein verletzt
Eine Familie wollte den Abend gemeinsam am Rheinufer in Voerde (Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen) verbringen. Sie hatten sich an der Dammstraße zum Grillen getroffen. Doch gegen 22:20 Uhr ging das Treffen schief.
Ein 12-jähriger Junge aus Bottrop spielte mit einem Feuerzeug und einer Flasche flüssigem Grillanzünder. Plötzlich entstand eine Stichflamme und es brach ein kurzes Feuer aus. Seine 14-jährige Schwester verbrannte sich dabei leicht im Mundbereich. Ein 36-jähriger Mann aus Bottrop wurde schwerer getroffen. Er erlitt Verbrennungen am Kopf und am Oberkörper.
Die Retter mussten schnell handeln. Ein Rettungshubschrauber flog den 36-Jährigen direkt in ein Krankenhaus. Die Ärzte vor Ort konnten jedoch sagen, dass er nicht mehr in Lebensgefahr ist. Die 14-Jährige wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus nach Dinslaken gebracht. Drei weitere Familienmitglieder, die beim Grillen dabei waren, blieben unverletzt.
Neben den Verletzungen gibt es nun auch Ärger mit dem Gesetz. Da die Familie in einem Naturschutzgebiet grillte, schrieb die Polizei eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit.
Die Polizei warnt nach diesem Vorfall eindringlich vor dem Umgang mit Brandbeschleunigern wie Spiritus, Benzin oder Lampenöl. Diese Stoffe entzünden sich extrem schnell. Besonders bei trockenem Wetter steige zudem die Gefahr, dass Brände in Wäldern oder auf Wiesen außer Kontrolle geraten.
Die Ermittlungen dauern an.