Viersen-Dülken: Schwerer Unfall mit getunten E-Scooter
Am Mittwochabend gegen 17.30 Uhr entdeckten Passanten einen Mann auf einer Überführung der A61 im Bereich Ransberg in Dülken (Viersen, Nordrhein-Westfalen). Der 31-jährige Viersener lag schwer verletzt am Boden. Er war mit einem E-Scooter gestürzt. Die Retter brachten ihn schnellstmöglich in ein Krankenhaus.
Die Polizei stand bei den ersten Ermittlungen vor einem Problem: Der Roller hatte kein Kennzeichen. Die Beamten mussten daher über die Fahrzeug-Identnummer herausfinden, wem das Gefährt gehört. Dabei kam heraus, dass der Scooter auf eine andere Person zugelassen war.
Ein Familienmitglied des Unfallfahrers gab dann gegenüber der Polizei an, den Roller per Handschlag von dem ursprünglichen Besitzer gekauft zu haben. Zudem gestand die Person, an der Technik des Scooters herumgebastelt zu haben. Durch die Manipulationen sollte der Roller etwa 50 km/h schnell fahren.
Das bringt rechtliche Probleme mit sich. Für Fahrzeuge mit dieser Geschwindigkeit braucht man einen Führerschein. Weder der Unfallfahrer noch das Familienmitglied besaßen einen. Außerdem liegt ein Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz vor, da die Versicherung nur für einen normalen E-Scooter galt.
Die Polizei warnt in diesem Fall deutlich: Die Geschwindigkeitsbegrenzung bei E-Scootern hat einen Grund. Wer sie aufhebt, bringt Menschenleben in Gefahr. Das Verkehrskommissariat ermittelt nun wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des Versicherungsverstoßes.
Die Ermittlungen dauern an.