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Viernheim rüstet Feuerwehr mit neuer Schutzkleidung aus

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Die Stadt investiert rund 160.000 Euro in moderne Ausrüstung für die Freiwillige Feuerwehr. Ab dem 29. Juli tragen die Einsatzkräfte neue Anzüge, die besser auf die verschiedenen Einsätze abgestimmt sind.

In Viernheim (Landkreis Bergstraße, Hessen) gibt es eine wichtige Neuerung für die Feuerwehr. Am Mittwoch, den 29. Juli, wurde die neue Schutzausrüstung offiziell eingeführt. Die Feuerwehrleute bekamen die Sachen während eines Übungsabends überreicht und können sie ab sofort bei echten Einsätzen tragen.

Die Stadt stellt dabei ihr Konzept komplett um. Bisher hatte jeder Feuerwehrleute einen schweren Feuerschutzanzug für den Innenangriff in Gebäuden. Das ändert sich jetzt: Jede der knapp 70 aktiven Kräfte bekommt eine neue, leichte Schutzkleidung (genannt PSA TH). Diese ist atmungsaktiv und wiegt nur etwa ein Drittel so viel wie die alte Montur, die teilweise bis zu 25 Kilogramm schwer war. Das ist ein großer Vorteil, weil die Feuerwehrleute bei langen Einsätzen körperlich weniger belastet sind.

Die schweren Feuerschutzanzüge für den Kampf im Gebäude bleiben es aber auch: Diese erhalten nur noch die rund 45 Atemschutzgeräteträger. Zunächst wurden 29 neue Anzüge in einer hellen beigen Farbe angeschafft. Das Beige hat zwei Vorteile: Man sieht Ruß und Dreck sofort, was die Reinigung einfacher macht, und die Sonne heizt die Kleidung nicht so stark auf wie die alte dunkelblaue Variante.

Damit die Ausrüstung immer bereit ist, gibt es nun einen sogenannten Kleiderpool. Die alten Anzüge, die noch gut sind, werden dort gelagert. Das ist wichtig, weil die Reinigung der speziellen Kleidung oft bis zu zwei Tage dauert. Wer also gerade keine saubere Uniform hat, kann sich aus dem Pool eine Ersatzgarnitur nehmen.

Für die Feuerwehrleute bedeutet das neue System aber auch mehr Arbeit beim Packen. Da die leichte Kleidung nicht für Gebäudebrände geeignet ist, müssen sie die schweren Anzüge für den Innenangriff künftig zusätzlich im Einsatzfahrzeug mitführen. Falls es während eines Einsatzes plötzlich brennt, müssen sie schnell wechseln können.

Insgesamt fließen bis zum Jahr 2027 rund 160.000 Euro in die Ausstattung. Die Stadt spart dabei sogar Geld, da ein neuer Anzug etwa 1.400 Euro kostet und damit 400 Euro günstiger ist als das alte Modell. Im Jahr 2027 sollen weitere Anzüge und etwa 40 bis 50 Teile der leichten Schutzkleidung gekauft werden, um den Pool zu vervollständigen.

Diese Investitionen folgen auf andere Anschaffungen. Im Jahr 2025 mussten bereits alle Feuerwehrhelme für rund 23.000 Euro ersetzt werden, weil die alten Helme nicht richtig mit den Atemschutzmasken zusammengestpasst haben und undicht waren.

Quelle: Viernheim – zur Originalmeldung

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