Vellberg: Warnung vor gefälschten Smart-Meter-Briefen
In Vellberg (Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg) tauchen derzeit Postwurfsendungen auf, die viele Bewohner verunsichern. In den Schreiben geht es um den Einbau von sogenannten Smart Metern, also intelligenten Stromzählern. Die Briefe sehen auf den ersten Blick offiziell aus und vermitteln den Eindruck, man müsse schnell handeln.
Besonders Menschen mit Wärmepumpen, Wallboxen, Photovoltaikanlagen oder Batteriespeichern sind im Visier. Die Absender versprechen oft kostenlose Angebote oder finanzielle Vorteile, die nur für kurze Zeit gelten sollen. Dadurch geraten viele Kunden unter Druck, schnell einen Vertrag zu unterschreiben.
Die Stadt stellt klar: Das sind oft keine offiziellen Aufforderungen, sondern reine Werbung von privaten Anbietern. Ein Zählerwechsel ist zwar gesetzlich vorgeschrieben, aber nur für bestimmte Gruppen. Das gilt zum Beispiel für Haushalte, die mehr als 6.000 kWh Strom im Jahr verbrauchen, oder für Anlagen mit mehr als 7 kW Leistung. Auch bei steuerbaren Geräten wie Wärmepumpen oder Wallboxen ist der Einbau oft Pflicht, sofern die gesetzlichen Bedingungen erfüllt sind.
Wer jedoch keine dieser Voraussetzungen erfüllt, muss nicht kurzfristig reagieren. Die Stadt rät dazu, die Briefe genau zu prüfen und sich nicht zu einem schnellen Abschluss drängen zu lassen. Ein Smart Meter spart nämlich nicht automatisch Geld bei den Stromkosten.
Wenn ein Zählerwechsel wirklich nötig ist, meldet sich der zuständige Betreiber, die Netze-BW, direkt bei den Betroffenen. Wer also eine anonyme Postwurfsendung erhält, sollte erst einmal abwarten und offizielle Informationen einholen.
Quelle: Vellberg – zur Originalmeldung