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Vandalismus im Sportlerheim von Gültz

Eine Party in einem Sportlerheim endete im Chaos. Die Polizei ermittelt nach massiven Zerstörungen und einem Angriff auf Beamte.

In der Ortschaft Gültz bei Altentreptow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) kam es am Abend des 3. August 2026 zu einem größeren Polizeieinsatz. Gegen 21:30 Uhr meldete ein Zeuge, dass im örtlichen Sportlerheim Dinge zerstört wurden. Das Gebäude war zu diesem Zeitpunkt für eine Privatfeier vermietet.

Weil etwa 40 Menschen vor Ort waren, schickte die Polizei mehrere Streifenwagen aus der Umgebung in den Ort. Als die Beamten ankamen, sahen sie das Ausmaß der Zerstörung: Das Gebäude und das Gelände waren mit Graffiti beschmiert, Möbel wurden zertrümmert. Insgesamt entstand ein Sachschaden von rund 20.000 Euro.

Als die Polizei eintraf, flohen mehrere Menschen vom Platz. Ein 16-Jähriger konnte jedoch noch vor Ort festgehalten werden. Der Jugendliche wehrte sich gegen die Beamten, beschimpfte sie und griff die Polizisten sogar tätlich an. Da die Beamten nicht ausschließen konnten, dass der Jugendliche viel Alkohol getrunken hatte, wurde ein Rettungswagen gerufen. Nach der medizinischen Behandlung und den polizeilichen Maßnahmen wurde der Jugendliche an seine Erziehungsberechtigten übergeben.

Zwei weitere minderjährige Tatverdächtige konnten die Polizei namentlich ermitteln. Die anderen Menschen, die noch anwesend waren, mussten ihre Ausweise zeigen und das Gelände verlassen.

Kurz darauf nahm die Polizei eine weitere Anzeige wegen Sachbeschädigungen an Gemeindeeigentum in Gültz auf. Dabei kam es zu einem neuen Streit: Ein Elternteil eines Tatverdächtigen wehrte sich gegen die Beamten.

Verletzt wurde bei den Vorfällen niemand. Die Polizei hat nun Strafanzeigen wegen Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, Beleidigung sowie wegen Widerstands und Angriffs auf Vollstreckungsbeamte aufgenommen.

Die Polizei bittet nun um Hilfe. Wer Beobachtungen gemacht hat, die mit den Taten zusammenhängen könnten, soll sich unter der Telefonnummer 03994 2310 beim Polizeirevier Malchin, bei jeder anderen Dienststelle oder über das Internet melden. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizeipräsidium Neubrandenburg – zur Originalmeldung

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