Vacha: Neue Straße nach Schulbus-Unfall fertig
Die Kreisstraße K 513 zwischen Willmanns und Völkershausen (Wartburgkreis, Thüringen) ist wieder befahrbar. Am Dienstag, den 30. Juni 2026, wurde die Strecke offiziell freigegeben. Insgesamt 1,4 Kilometer Straße wurden grundlegend erneuert und instand gesetzt.
Der Weg zu diesem neuen Straßenabschnitt war lang und emotional. Alles begann am 9. November 2017, als in Willmanns ein Schulbus einen Unfall hatte. Dieser Vorfall schockierte die Menschen vor Ort und löste eine große Welle der Empörung aus. Martin Witzel startete daraufhin eine Petition. Insgesamt 1.755 Menschen unterschrieben, um die Sicherheit auf der Strecke zu verbessern. Die Unterschriften wurden im Thüringer Landtag an die damalige Infrastrukturministerin Birgit Keller übergeben.
Nach jahrelangen Bemühungen der Stadt Vacha und dem öffentlichen Druck gab es schließlich 2021 die Zusage für den Ausbau. Die Planungen starteten im November 2023, und im Mai 2025 gingen die Bagger an die Arbeit. Insgesamt kostete das Projekt rund 1,4 Millionen Euro. Den Großteil dieser Summe, etwa 1,26 Millionen Euro, übernahm das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr als Förderung.
Die Bauarbeiten waren wegen der schwierigen Lage am Hang anspruchsvoll. In einem ersten Abschnitt zwischen Willmanns und dem Steinbruch am Dietrichsberg wurde die Straße auf 680 Metern verbreitert und durch Wände aus Steinkörben (Gabionen) gesichert. Auf weiteren 720 Metern bis nach Völkershausen wurde die Fahrbahndecke erneuert und die Entwässerung verbessert. Die neue Fahrbahn ist nun 5,50 Meter breit.
Um die Natur zu berücksichtigen, wurden im Zuge der Arbeiten Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt. Zwischen Herbst 2025 und Frühjahr 2026 pflanzten die Arbeiter 40 Bäume, 180 Heister und 195 Sträucher.
Damit ist ein wichtiger Teil der Strecke fertig. Ein weiterer Abschnitt zwischen Oechsen und der Reismühle muss noch gebaut werden. Dieser liegt in der Verantwortung der Gemeinde Oechsen und soll in einem späteren Bauabschnitt erledigt werden.
Quelle: Martinroda – zur Originalmeldung