Unstrut-Hainich-Kreis: So werden die Bäder kontrolliert
Im Sommer zieht es viele Menschen in die Schwimmbäder. Damit das Baden im Unstrut-Hainich-Kreis (Thüringen) sicher bleibt, ist der Fachdienst Gesundheit des Landratsamtes im Einsatz. Die Experten überwachen die öffentlichen Bäder, um Gesundheitsgefahren frühzeitig zu erkennen.
Das ist wichtig, weil sich in warmem Wasser schnell Bakterien, Viren oder Pilze vermehren können. Ohne regelmäßige Kontrollen könnten die Badegäste Hautinfektionen oder Magen-Darm-Probleme bekommen. Insgesamt betreut der Fachdienst aktuell drei Hallenbäder, acht Freibäder und sechs Therapiebecken in verschiedenen Einrichtungen.
Die Prüfer kommen sowohl angekündigt als auch überraschend vorbei. Dabei schauen sie sich vor allem drei Dinge an: Erstens die Wasserqualität. Dafür werden Proben genommen und im Labor auf Keime und chemische Werte untersucht. Zweitens geht es um die Hygiene. Die Beamten prüfen, ob die Duschen, Umkleiden und Toiletten sauber sind. Drittens werden die technischen Anlagen gecheckt, also die Filter und die Wasseraufbereitung.
Zusätzlich gibt es Sicherheitsbegehungen. Vor allem zum Start der Freibadsaison ziehen die Leute vom Fachdienst Gesundheit gemeinsam mit den Kollegen von Sicherheit, Ordnung und Migration durch die Anlagen. Sie suchen nach Gefahrenquellen, um Unfälle zu vermeiden.
Die Badbetreiber müssen zudem selbst ran. Sie sind gesetzlich verpflichtet, mehrmals täglich den pH-Wert und den Chlorgehalt zu messen und aufzuschreiben. Der Fachdienst Gesundheit kontrolliert diese Listen regelmäßig. Wenn die Werte nicht stimmen oder Mängel auftauchen, ordnet die Behörde sofort Maßnahmen an.
Doreen Eckart und Heike Mathes vom Fachdienst Gesundheit betonen, dass diese Arbeit ein wichtiger Teil des Gesundheitsschutzes sei. So sollen hohe Hygienestandards dauerhaft gesichert werden.