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Ulm: Raucher löst Notbremsung im ICE aus

Ein 48-Jähriger sorgte am Freitagnachmittag in einem ICE für Chaos. Er rauchte im Zug, beschimpfte das Personal und weigerte sich zunächst, den Wagen zu verlassen.

Es war Freitagnachmittag, als ein ICE von Augsburg in Richtung Ulm fuhr. Gegen 15:30 Uhr passierte es: Plötzlich löste die Brandmeldeanlage aus und der Zug wurde mit einer Notbremsung gestoppt. Die Passagiere und das Personal fragten sich, was los war.

Kurz darauf kam ein 48-jähriger Mann aus der Zugtoilette. Er roch stark nach Zigarettenrauch. Es stellte sich heraus, dass er wohl in der Toilette geraucht hatte und damit den Alarm auslöste.

Dann wurde die Situation im Zug noch unangenehmer. Bei der Fahrkartenkontrolle wurde der marokkanisch-deutsche Mann aggressiv. Er beschimpfte die beiden Zugbegleiter, einen 33-Jährigen und einen 49-Jährigen. Dabei bemerkten die Mitarbeiter zudem, dass der Mann vermutlich gar kein gültiges Ticket für die Fahrt hatte.

Das Personal forderte ihn auf, den Zug zu verlassen, doch der Mann weigerte sich. Erst als die Beamten der Bundespolizei in Ulm (Baden-Württemberg) eintrafen, gab er nach. Auf dem Weg zum Polizeirevier wurde er jedoch wieder unruhig. Die Polizisten mussten ihn fixieren, um ihn unter Kontrolle zu bringen. Dabei beschimpfte er die Beamten mehrfach.

Die Bundespolizei hat nun ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann eingeleitet. Er muss sich unter anderem wegen Beleidigung und wegen des Verdachts auf Schwarzfahren verantworten.

Nach einer Absprache mit der Staatsanwaltschaft Ulm konnte der Verdächtige jedoch wieder gehen. Er musste zuvor eine Sicherheitsleistung zahlen, bevor er seinen Weg fortsetzen durfte. Ob und inwieweit er sich strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Stuttgart – zur Originalmeldung

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