Ulm: Polizei knackt Drogenhandel an Parkhaus
Am Abend fielen Zivilpolizisten in Ulm (Baden-Württemberg) zwei Männer auf. Es war gegen 19.15 Uhr, als die Beamten die beiden an der Wichernstraße und Münchener Straße entdeckten. Die Männer standen auf der Treppe bei einem Parkhaus und sahen so aus, als würden sie gerade Drogen verkaufen.
Als die Polizisten die Männer ansprachen, versuchte der mutmaßliche Verkäufer sofort zu fliehen. Er rannte zu Fuß davon und warf dabei seinen Rucksack weg. Die Flucht dauerte jedoch nicht lange. Nach wenigen Metern konnten die Beamten den 22-Jährigen festnehmen.
In dem weggeworfenen Rucksack fanden die Polizisten 158 Gramm Marihuana und 67 Gramm Haschisch. Ein Teil des Grases war bereits in Dosen und kleinen Tütchen verpackt und damit verkaufsfertig. Bei dem Mann selbst fanden die Ermittler einen Kulturbeutel mit 4.350 Euro in kleinen Scheinen. In seinen Hosentaschen steckten außerdem noch drei Tütchen Marihuana und weitere 45 Euro.
Die Polizei fand heraus, dass der Mann bei seiner Freundin in Ulm wohnt. Mit einem richterlichen Beschluss durchsuchten die Beamten daraufhin die Wohnung der 19-Jährigen. Dort stießen sie auf einen größeren Vorrat: 400 Gramm Marihuana, 300 Gramm Haschisch und zwei Gefäße mit Kokain. Auch ein Vakuumiergerät wurde sichergestellt. In dem Zimmer fanden die Polizisten zudem rund 35.000 Euro in bar.
Die Polizei ermittelt nun gegen den 22-Jährigen mit iranischer Staatsbürgerschaft und seine deutsche Freundin. Beiden wird vorgeworfen, gewerbsmäßig mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben. Ob es sich bei den Funden in der Wohnung tatsächlich um Kokain handelt, müssen erst noch Drogentests bestätigen. Nach den Maßnahmen wurden beide Verdächtigen wieder auf freien Fuß gesetzt.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die beiden strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.