Twist plant Zukunft der Dorfregion
In Twist (Landkreis Emsland, Niedersachsen) geht es derzeit um die Zukunft mehrerer Ortsteile. Die Gemeinde möchte die Twist-Siedlung inklusive Zentrum, Rühlermoor, Rühlerfeld und Adorf attraktiver machen. Damit das klappt und Geld vom Land fließt, muss die Gemeinde bestimmte Bedingungen erfüllen. Die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm Niedersachsens ist bereits seit 2024 erledigt.
Jetzt läuft die zweite wichtige Phase: Es wird ein Dorfentwicklungsplan erstellt. In diesem Plan wird genau festgelegt, welche Projekte und Maßnahmen in der Region tatsächlich umgesetzt werden sollen. Dafür arbeiten die Verwaltung, Planer und das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) zusammen mit den Bürgern an einem gemeinsamen Leitbild.
Die Gemeinde hat dafür einen Zeitplan aufgestellt. Im März 2025 findet eine öffentliche Auftaktveranstaltung statt. Im Sommer gibt es eine Exkursion am 28. Juni 2025. Besonders wichtig sind die Dorfgespräche im August und September 2025: Am 14. August geht es in Adorf los, am 26. August in Rühlermoor und Rühlerfeld und am 10. September in der Twist-Siedlung. Später im Jahr folgen Arbeitskreissitzungen zu Themen wie Mobilität, Klimaschutz, Wirtschaft und Tourismus. Der fertige Plan soll bis Mai 2026 eingereicht werden.
Wer mitreden will, kann sich jetzt beteiligen. Es gibt eine digitale Umfrage über einen Link oder eine Ideenbox im Foyer des Rathauses. Man kann sich auch als Mitglied eines Arbeitskreises oder als Dorfmoderator melden. Ein konkreter Termin steht bereits fest: Am 9. März 2026 gibt es eine Arbeitskreissitzung im Dienstleistungszentrum in der Flensbergstraße 5, bei der Ideen für das Leitbild bewertet und priorisiert werden. Los geht es dort um 18:30 Uhr.
Interessant für engagierte Bürger: Es muss nicht gewartet werden, bis der gesamte Plan fertig ist. Für sogenannte Kleinstvorhaben, die schnell gehen und die lokale Identität stärken, können bereits jetzt Zuschüsse von bis zu 2.500 Euro beantragt werden. Auch größere Projekte können in Ausnahmefällen schon jetzt bewilligt werden, wenn sie besonders wichtig sind oder nicht aufgeschoben werden können.
Wenn der Plan steht, beginnt die dritte Phase. Dann können über einen Zeitraum von etwa sieben Jahren Fördergelder für Investitionen fließen. Das betrifft zum Beispiel die Gestaltung von Plätzen und Wegen, Sport- und Freizeiteinrichtungen oder auch Co-Working Spaces.
Quelle: Twist – zur Originalmeldung