Troisdorf schließt Sondermülldeponie am Spicher Wald
In Troisdorf (Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen) gibt es bald einen Grund zum Feiern. Am 31. August 2026 schließt die Sondermülldeponie am Rand des Spicher Waldes endgültig ihre Tore. Für Bürgermeister Alexander Biber ist das ein großer Erfolg für die gesamte Stadt.
Der Weg bis zu diesem Datum war nicht einfach. Schon im Jahr 2022 musste die Stadt Druck auf die Betreibergesellschaft ausüben. Der Bürgermeister drohte damals sogar mit einer Vertragstrafe in Millionenhöhe, damit der Termin Ende August 2026 auch wirklich eingehalten wird. Die Deponie hatte nämlich weit mehr Müll aufgenommen, als für die eigenen Bedürfnisse der Stadt nötig gewesen wäre.
Laut Bürgermeister Biber war die rechtliche Lage entscheidend. Er dankt dabei vor allem dem früheren Ersten Beigeordneten Heinz Eschbach und der ehemaligen Justiziarin Heike Linnhoff. Die beiden hatten den Kompromiss mit den Betreibern ausgehandelt und rechtlich wasserdicht gemacht. Auch die Bürgerinitiative „Naturfreunde Troisdorf“ und ein parteiübergreifender Zusammenschluss halfen dabei, das Ziel zu erreichen.
Die Deponie wurde im Jahr 2009 vom Unternehmen MINERALplus übernommen, das sie zuvor von der Evonik Degussa Immobilien & Co. KG erhalten hatte. Da es sich um nicht verwertbare Abfälle handelt, gelten dort extrem hohe Sicherheits- und Umweltauflagen. Das Unternehmen erklärt auf seiner Webseite, dass die Abfälle durch eine Basis- und eine Oberflächenabdichtung komplett eingekapselt werden, sobald die einzelnen Abschnitte verfüllt sind.
Bürgermeister Biber betont, dass Troisdorf als Industriestadt ihre Pflicht bei der Müllentsorgung erfüllt habe. Nun solle die Fläche im Spicher Wald die Chance bekommen, sich zu erholen und zu regenerieren. Weitere Angaben zum genauen Ablauf der Schließung liegen bislang nicht vor.
Quelle: Troisdorf – zur Originalmeldung