Troisdorf: Drogenfahrer verursacht Chaos mit BMW
Am Mittwochmorgen gegen 9.50 Uhr bemerkten Autofahrer in Troisdorf-Altenrath (Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen) einen BMW, der völlig auffällig fuhr. Der Wagen zog Schlangenlinien und hatte bereits frische Unfallspuren. Der Fahrer steuerte den Wagen in Richtung Stadtmitte.
Der 38-jährige Mann aus Rösrath hielt nicht an. Auf der Altenrather Straße rammte er mehrere Leitpfosten und streifte eine Schutzplanke. Selbst als die Polizei ihn anhalten wollte, fuhr er einfach weiter. Er bog in die Römerstraße ab und folgte einer Umleitung auf die Frankfurter Straße. Mehrere Streifenwagen versuchten, den Wagen einzuholen.
Am Anfang der Kirchstraße passierte es dann: Der Fahrer wollte einen entgegenkommenden Polizeiwagen ausweichen. Dabei krachte er erst gegen eine Baustellenabsperrung und dann gegen einen am Rand stehenden Hyundai. Im Hyundai saß ein 77-jähriger Mann, der gerade seine Frau hatte aussteigen lassen. Er wurde bei dem Aufprall leicht verletzt und musste ins Krankenhaus.
Die Polizisten überwältigten den Fahrer des BMWs und legten ihn fest. Auch er hatte sich bei dem Unfall leichte Verletzungen zugezogen. Ein Schnelltest ergab, dass der Mann unter Drogeneinfluss stand. Zudem wirkte er psychisch auffällig. Nachdem er versorgt worden war und die Beamten ihm Blut abgenommen hatten, brachten sie ihn in eine Landesklinik.
Um den Unfall neutral zu dokumentieren, übernahm das Polizeipräsidium Bonn die Aufnahme der Spuren. Ein Team aus Köln half mit einer Drohne aus der Luft. Währenddessen blieb die Unfallstelle gesperrt, bis die Feuerwehr die Fahrbahn gereinigt hatte. Den stark beschädigten BMW nahm die Polizei sicher. Der Schaden wird auf über 40.000 Euro geschätzt.
Die Polizei sucht nun noch einen wichtigen Zeugen. Ein etwa 30-jähriger Fußgänger, der eine helle Hose und ein helles T-Shirt trug, wurde fast von einem Verkehrszeichen getroffen, das der BMW-Fahrer umgefahren hatte. Wer Hinweise hat, soll sich unter der Nummer 02241 541-3221 melden.
Es gibt den Verdacht, dass der Mann schon vorher in andere Unfälle verwickelt war. Die Polizei prüft das nun gemeinsam mit anderen Behörden. Das Verkehrskommissariat ermittelt. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis – zur Originalmeldung