Trier leitet Busse künftig an Porta Nigra vorbei
In Trier (Rheinland-Pfalz) wird sich das Bild rund um die Porta Nigra verändern. Bisher fahren die Stadtbusse noch durch die Simeonstraße und das Margarethengässchen, direkt am Welterbe vorbei. Das soll in Zukunft nicht mehr so sein. Die Busse werden stattdessen über die Nordallee und den Simeonstiftplatz geleitet.
Das Ziel ist es, den Verkehr vom Tor wegzubringen. So entsteht mehr Platz für den nördlichen Vorplatz und eine bessere Verbindung bis zum Hauptmarkt. Erst wenn die Busse weg sind, kann die Stadt mit der eigentlichen Neugestaltung des Bereichs beginnen. Die Bürger hatten sich in einer Befragung gewünscht, dass der Vorplatz größer wird. Deshalb wird auch die Spur für Autos, die links in Richtung Simeonstiftplatz abbiegen, verkürzt.
Für die Fahrgäste gibt es neue, barrierefreie Haltestellen am Simeonstiftplatz und in der Christophstraße. Damit die Busse zuverlässiger ankommen, bekommt der öffentliche Nahverkehr eigene Fahrspuren und eine Vorrangschaltung an den Ampeln. Auch Radfahrer profitieren: Zwischen der Innenstadt und Trier-Nord soll eine Lücke im Radnetz geschlossen werden. Es entstehen neue Radwege und sichere Übergänge, zum Beispiel zwischen der Paulinstraße, der Engelstraße, dem Simeonstiftplatz und der Franz-Ludwig-Straße.
Auch für Autofahrer ändert sich etwas. An der Kreuzung Engelstraße, Theodor-Heuss-Allee und Nordallee wird eine neue Einbahnstraßenregelung eingeführt. Das soll den Verkehr an diesem stark belasteten Punkt flüssiger machen. Wer Richtung Mosel fährt, bekommt eine eigene Spur, die baulich von den Bussen getrennt ist. Die Engelstraße bleibt über die Zeughausstraße weiterhin erreichbar.
Das Ganze kostet voraussichtlich knapp 12 Millionen Euro. Die Stadt hofft, dass das Land Rheinland-Pfalz 70 Prozent der Kosten übernimmt. Für die Umgestaltung an der Kreuzung Paulinstraße, Rindertanzstraße und Petrusstraße müssen die Anwohner jedoch wohl selbst ran: Hier sollen Ausbaubeiträge von insgesamt etwa 2,6 Millionen Euro erhoben werden.
Der Zeitplan sieht vor, dass der Stadtrat am 10. September den Baubeschluss fasst. Danach folgen die Detailplanung und die Vergabe der Aufträge. Wenn alles glattläuft, könnten die Bauarbeiten frühestens Mitte bis Ende 2027 starten.
Quelle: Trier – zur Originalmeldung