Trier baut neue Zugänge zur Römerbrücke
In Trier (Rheinland-Pfalz) wird das Gebiet rund um die Römerbrücke aufgewertet. Die Stadt will, dass die Menschen das Welterbe und die Mosel besser erleben können. Bisher war die Lage der Brücke eher unübersichtlich, jetzt wird das Umfeld auf der Westseite modernisiert.
Die Arbeiten haben bereits begonnen. Im ersten Schritt wird die Treppe zum Moselufer auf der Nordseite der Brücke komplett erneuert. In den Hang wird eine befestigte Terrasse gebaut. Von dort aus gibt es einen neuen Aussichtspunkt auf die Brücke. Die Mauern aus Sandstein sollen zudem Lebensraum für Eidechsen bieten.
Ein wichtiger Teil des Projekts ist der Platz beim Mediaforum. Hier wird das Gelände in vier Ebenen unterteilt, die durch Rampen und Treppen verbunden sind. Es gibt neues Pflaster, Bäume, Bänke und Spielflächen. Sogar eine alte Hoffläche, die früher zu einer Wohnung gehörte, wird für alle zugänglich gemacht.
Damit man vom Uferweg besser zum Platz kommt, wird eine 60 Meter lange Rampe gebaut. Diese führt von der Luxemburger Straße 3-7 hoch zur unteren Ebene des Platzes.
Auch am Wasser gibt es Änderungen. Der Moseluferweg bekommt neuen Asphalt und eine bessere Entwässerung. Die Stützwand zum Vorland wird saniert und erhält ein neues Geländer. Wichtig für Spaziergänger: Ein etwa 300 Meter langer Abschnitt des Uferwegs nördlich und südlich der Brücke bleibt voraussichtlich bis Ende 2027 gesperrt. Die Fläche wird als Lager und Baustelle genutzt.
Zusätzlich entsteht ein kleiner Aussichtsplatz aus Naturstein. Dort werden drei echte Steinquader aus der Römerzeit als Sitzgelegenheiten aufgestellt. Auch der Verbindungsweg zur Aachener Straße wird repariert und der Vorplatz am Haltepunkt Trier-West an der Luxemburger Straße bekommt ein neues Design sowie eine Station für Fahrrad-Service.
Das Projekt kostet insgesamt rund 6,6 Millionen Euro, wobei die Stadt nur zehn Prozent selbst bezahlen muss. Der Rest kommt aus Förderprogrammen vom Bund und vom Land. Da die Baukosten allgemein gestiegen sind, wird die Summe am Ende wohl etwas höher ausfallen.
Quelle: Trier – zur Originalmeldung