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Trichinen bei Wildschwein im Landkreis Marburg-Biedenkopf gefunden

Ein erlegter Wildschweinkeiler war mit gefährlichen Parasiten befallen. Dank einer Routineuntersuchung konnte verhindert werden, dass das Fleisch auf den Teller kommt.

In der Nähe von Rauschenberg (Landkreis Marburg-Biedenkopf, Hessen) wurde ein Wildschweinkeiler erlegt. Bevor das Fleisch gegessen oder verkauft werden darf, muss es gesetzlich vorgeschrieben auf Trichinen untersucht werden. Bei diesem Tier schlugen die Tests an.

Zwei Labore haben den Befall unabhängig voneinander bestätigt. Es handelt sich um die Parasitenart Trichinella pseudospiralis. Das sind winzige Fadenwürmer, die oft in Wildtieren wie Wildschweinen, Füchsen oder Waschbären vorkommen. Sie verbreiten sich unter anderem über Mäuse.

Für Menschen ist das gefährlich, da die Parasiten vom Tier auf den Menschen übergehen können. Wer rohes oder nicht richtig durchgegartes Fleisch von infizierten Tieren isst, kann an einer Trichinellose erkranken. Das führt zu Fieber, Bauchschmerzen und Schmerzen in den Muskeln. Wie schlimm die Krankheit verläuft, kommt darauf an, wie viele Parasiten man mit dem Fleisch geschluckt hat. Von Mensch zu Mensch ist die Krankheit nicht übertragbar.

In diesem Fall hat das Kontrollsystem funktioniert. Jäger sind speziell geschult, die Proben zu entnehmen und einzureichen. Weil die Untersuchung bei dem Keiler positiv war, gelangte das Fleisch nicht in den Handel und konnte nicht verzehrt werden.

Die Veterinärbehörde betont, dass man die Larven der Würmer durch starkes Erhitzen abtöten kann. Das Fleisch muss im Kern mindestens eine Minute lang 70 Grad Celsius erreichen. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf sind in den letzten Jahren keine Fälle von Menschen bekannt geworden, die an dieser Krankheit gelitten haben.

Amtstierarzt Dirk Behnke weist darauf hin, dass dieser Fund zeigt, wie wichtig die gesetzlichen Kontrollen zum Schutz der Verbraucher sind.

Quelle: Landkreis Marburg-Biedenkopf – zur Originalmeldung

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