Trabant aus dem Hermannsee bei Mechelroda geborgen
Es begann im letzten Winter am Hermannsee bei Mechelroda (Weimarer Land). Mitglieder des örtlichen Angelvereins bemerkten beim Fischen einen großen Gegenstand unter der Wasseroberfläche. Die Männer vermuteten schnell, dass dort ein Fahrzeug im See liegen könnte.
Die Angler versuchten zuerst selbst, das Ding aus dem Wasser zu holen. Rund 30 Meter vom Ufer entfernt und etwa einen Meter tief stießen sie auf ein Fahrzeug, das anfangs wie ein Quad aussah. Doch als sie das Gefährt mit einem Seil bewegten, bemerkten sie, dass Öl aus dem Wrack austrat. Aus Sicherheitsgründen brachen sie den Versuch sofort ab und riefen die Polizei.
Am Dienstag rückten schließlich Spezialkräfte an. Taucher holten das Fahrzeug aus dem nur wenige Meter tiefen Gewässer. Erst an der Luft wurde klar, was es wirklich war: Es handelte sich nicht um ein Quad, sondern um einen Trabant. Das Auto war komplett verrostet und dick mit Schlamm bedeckt.
Die Beamten suchten nach Hinweisen, um den Besitzer zu finden. Eine Fahrzeugidentifikationsnummer war jedoch nicht mehr zu erkennen. Nur eine Plakette aus dem Jahr 1993 gab einen ersten Hinweis darauf, wie alt der Wagen sein könnte.
Bisher ist völlig unklar, wie und wann der Trabant überhaupt in den See gelangt ist. Auch wer der Besitzer war, konnte nicht ermittelt werden. Die Polizei hat den Fund dokumentiert. Nun wird gemeinsam mit anderen Behörden geklärt, wie es weitergeht. Das Wrack soll fachgerecht entsorgt werden.
Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.