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Tourismus im Lahntal bringt Milliardenumsätze

Copyright und Urheber siehe Landkreis Limburg-Weilburg

Eine neue Studie zeigt: Die Touristen in der Region Lahntal lassen deutlich mehr Geld da als noch vor wenigen Jahren.

Im Komödienbau in Weilburg (Landkreis Limburg-Weilburg, Hessen) wurde beim Tourismusforum Lahn eine aktuelle Untersuchung vorgestellt. Die Zahlen des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) fallen positiv aus: Im Jahr 2025 hat der Tourismus in der Region Lahntal einen Bruttoumsatz von rund 1,4 Milliarden Euro erzielt. Das ist ein gewaltiger Sprung im Vergleich zum Jahr 2021, als es noch etwa 893 Millionen Euro waren.

Besonders auffällig ist, dass viele Besucher gar nicht übernachten. Die Tagesgäste dominieren das Geschehen. Allein die Tagesreisen brachten 834,2 Millionen Euro ein. Rechnet man Besuche von Verwandten und Bekannten dazu, kommen die Tagesgäste auf über eine Milliarde Euro. Die Übernachtungsgäste steuerten dagegen 385,2 Millionen Euro bei. Insgesamt wurden im Jahr 2025 rund 40,2 Millionen Aufenthaltstage registriert.

Das Geld fließt dabei in verschiedene Branchen. Rund 648 Millionen Euro landeten im Gastgewerbe. Der Einzelhandel profitierte mit 474,2 Millionen Euro, und Dienstleister erhielten 283,3 Millionen Euro. Damit zeigt sich, dass mehr als die Hälfte des Geldes gar nicht in Hotels oder Restaurants fließt, sondern in anderen Bereichen der Wirtschaft ankommt.

Auch für den Staat lohnt sich der Ansturm. Allein durch die Mehrwert- und Einkommensteuer entstanden rund 127,4 Millionen Euro. Weitere Einnahmen durch Gewerbe- oder Grundsteuern, die Kurtaxe und Tourismusabgaben sind in dieser Summe noch gar nicht enthalten. Die touristische Wertschöpfung liegt insgesamt bei 664,3 Millionen Euro.

Landrat Michael Köberle, der auch den Lahntal Tourismus Verband leitet, sieht in den Zahlen eine wichtige Grundlage. Mit diesen harten Fakten ließen sich Investitionen in die Vermarktung, die Mobilität und die Infrastruktur wirtschaftlich rechtfertigen. Da die Lahn durch drei Bundesländer fließt, müsse man die Entwicklung über die Grenzen der Landkreise und Kammern hinweg gemeinsam planen.

Beauftragt worden war die Studie gemeinsam vom Lahntal Tourismus e.V. und den Industrie- und Handelskammern aus Gießen-Friedberg, Kassel-Marburg, Koblenz, Lahn-Dill, Limburg und Siegen. Bei der Präsentation waren unter anderem Landrätin Anita Schneider aus Gießen, Landrat Carsten Braun aus dem Lahn-Dill-Kreis sowie der Wetzlarer Oberbürgermeister Manfred Wagner und mehrere Landtagsabgeordnete anwesend.

Quelle: Landkreis Limburg-Weilburg – zur Originalmeldung

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