Tornado hinterlässt Verwüstung in der Verbandsgemeinde Wallmerod
Am 19. August 2026 fegte ein Tornado durch die Verbandsgemeinde Wallmerod (Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz). Das Unwetter richtete schwere Schäden an. Am schlimmsten traf es die Gemeinden Meudt, Zehnhausen b. W., Berod b. W., Wallmerod und Bilkheim.
Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz und rückten insgesamt zu 66 Einsätzen aus. Weil es großflächige Stromausfälle gab, wurde die Führungsstaffel der Wehrleitung einberufen. Unterstützung kam dabei auch aus Elz, Westerburg und Siershahn. In der Gemeinde halfen auch private Unternehmen mit ihren Maschinen und viele Bürger packten bei der Nachbarschaftshilfe mit an.
An privaten Häusern sind die Schäden teilweise erheblich. In den betroffenen Orten wurden Dächer ganz oder teilweise abgedeckt. Umgestürzte Bäume beschädigten Fassaden und Autos. Auch die Sport- und Kulturhalle in Wallmerod wurde getroffen: Das Lichtband auf dem Dach wurde weggeweht. Dabei fielen Dachziegel auf ein Fahrzeug der Verbandsgemeinde und beschädigten es.
Die VG-Werke hatten mit Stromausfällen auf den Kläranlagen in Meudt, Salzbachtal und Ahrbachtal zu kämpfen. Dank Notstromaggregaten konnte der Betrieb aufrechterhalten werden. Auch bei der Wasserversorgung gab es Probleme bei zwei Brunnen und einer Quelle beim Tiefsammelbehälter Eisen. Das fehlende Wasser wurde über einen anderen Hochbehälter ausgeglichen.
Die größten Verluste gibt es im Wald. Drohnenaufnahmen zeigen, dass in Meudt, Berod b. W., Zehnhausen b. W., Wallmerod und Bilkheim ganze Waldstücke vernichtet wurden. Mächtige Bäume knickten um oder zersplitterten, Baumkronen wurden über hundert Meter weit weggeweht. Erste Schätzungen gehen von über 10.000 Festmetern Windwurf aus. Das ist doppelt so viel Holz, wie normalerweise in einem ganzen Jahr geplant eingeschlagen wird. Das Forstamt und der Forstzweckverband kümmern sich nun um die Aufarbeitung.
Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die genaue Höhe der Sachschäden an den privaten Gebäuden ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen zur Schadenssumme dauern an.
Quelle: Arnshöfen – zur Originalmeldung