Tönning: Großer Warn-Test am 10. September
Am 10. September 2026 ist es so weit: Bund, Länder und Kommunen testen gleichzeitig ihre Warnsysteme. Auch in Tönning (Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein) wird genau um 11 Uhr geprüft, ob die Technik im Ernstfall funktioniert.
Die Menschen werden zuerst die Sirenen hören. Diese geben eine Minute lang einen Heulton ab, der mal stärker und mal schwächer wird. Das ist das Signal, dass man aufmerksam werden muss. Wer das hört, soll ins Radio oder Fernsehen schauen oder in eine Warn-App blicken. Etwa 45 Minuten später folgt dann ein einminütiger Dauerton. Das bedeutet: Entwarnung, alles ist wieder gut.
Wer in seiner Straße keine Sirene hört, muss nicht in Panik geraten. Nicht jede Gemeinde im Kreis hat bereits eine Anlage installiert. Zudem gibt es ein Signal, das nur die Feuerwehr alarmiert – ein Heulton, der zweimal unterbrochen wird. Dieser wird am Testtag nicht benutzt.
Neben den Sirenen kommen weitere Kanäle zum Einsatz. Viele Menschen werden eine laute Nachricht direkt auf ihr Handy bekommen, das sogenannte Cell-Broadcast. Auch die App „NINA“ verschickt eine Probewarnung. Zusätzlich gibt es Hinweise über Radiosender, Medienunternehmen und digitale Werbetafeln.
Die Behörden bitten darum, besonders auf ältere Menschen, Kinder oder Geflüchtete aus Kriegsgebieten zu achten. Die lauten Signale können bei diesen Menschen Angst auslösen oder schlimme Erinnerungen wecken. Es ist wichtig, diese Menschen vorab über den Test zu informieren.
Parallel dazu gibt es an diesem Tag eine Aktion in den Schulen. Kinder und Jugendliche sollen praxisnah lernen, wie man sich in Notlagen verhält. Lehrer können dafür spezielle Materialien nutzen, um das Thema im Unterricht zu besprechen.
Nach dem Test möchte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wissen, ob alles geklappt hat. Vom 10. bis zum 17. September können die Bürger ihre Erfahrungen in einer Umfrage unter www.warntag-umfrage.de teilen.
Quelle: Tönning – zur Originalmeldung