Tirschenreuther Krippentradition wird offiziell Kulturerbe Bayerns
Die Tirschenreuther Krippentradition (Landkreis Tirschenreuth, Bayern) ist nun offiziell als Immaterielles Kulturerbe Bayerns anerkannt. Die beiden Vorsitzenden Marianne Stangl und Peter Stahl-Grüneich reisten gemeinsam mit einer Gruppe von Krippenfreunden nach Nürnberg, um die Urkunde entgegenzunehmen. Dabei waren auch Finanz- und Heimatminister Albert Füracker sowie Bischof Rudolf Voderholzer aus Regensburg anwesend.
Insgesamt hatten sich 39 Vereine um diesen Titel beworben. Ein unabhängiges Expertengremium unter der Leitung von Professor Drascek von der Uni Regensburg wählte schließlich zehn Gewinner aus. Die Tirschenreuther haben es geschafft und gehören damit zu einem kleinen Kreis von insgesamt 103 anerkannten Traditionen in Bayern. Das Konzept dahinter stammt ursprünglich von der UNESCO, die dieses Abkommen bereits im Jahr 2003 gestartet hat.
Besonders gelobt wurde an der Tradition aus Tirschenreuth, dass die Krippen aus dem 19. Jahrhundert so gut erhalten bleiben. Ein Beispiel dafür sind die regional typischen Krippenberge, die auf drei Ebenen gebaut werden. Auch die regelmäßigen Ausstellungen, das gemeinsame Krippenschauen und die Tatsache, dass die Schnitzkunst an die nächste Generation weitergegeben wird, spielten eine wichtige Rolle bei der Entscheidung.
Bischof Rudolf Voderholzer hatte die Bewerbung bereits im Vorfeld mit einem positiven Gutachten unterstützt. Zusammen mit Landrat Hubert Schicker, Bürgermeister Jonas Prauschke und dem ehemaligen Bürgermeister Franz Stahl feierte die Delegation den Erfolg. Für die Vorsitzenden war allein die Anwesenheit des Bischofs in Nürnberg eine besondere Ehre.
Der Bischof fragte bei dem Termin bereits nach der nächsten großen Krippenschau. Diese ist für den Zeitraum 2028/29 geplant. Dann wird der Regensburger Oberhirte wieder als Schirmherr für die Aktion in Tirschenreuth fungieren.