Tirschenreuth zieht Bilanz zur Rizzi-Ausstellung
Vom 30. Mai bis zum 2. August verwandelte sich das MuseumsQuartier in Tirschenreuth (Oberpfalz, Bayern) in eine bunte Welt. Die Ausstellung „Summer in Town – James Rizzi goes Tirschenreuth“ lockte mehr als 5.600 Besucher an. Bei einer Abschlussfeier am letzten Tag zogen Bürgermeister Hans-Peter Schärl und die Verantwortlichen der Galerie Kunst Herrmann aus Neumarkt Bilanz.
In den neun Wochen waren fast 500 Originalwerke des New Yorker Pop-Art-Künstlers zu sehen. Die Schau zeigte den gesamten Weg des Malers: von seinen ersten Arbeiten im Studium über die Entwicklung seines Stils bis hin zu seinen berühmten 3D-Druckgrafiken. Die Besucher konnten so in Rizzis Version von New York eintauchen oder seine Tierwelten entdecken.
Das Interesse war riesig und reichte weit über die Region hinaus. Viele Gäste kamen aus ganz Deutschland, vor allem aus Bayern, Sachsen und Thüringen. Leute aus Großstädten wie München, Nürnberg oder Würzburg besuchten die Stadt extra für die Kunst. Andere entdeckten die Ausstellung zufällig während ihres Urlaubs.
Besonders viele Kinder waren zu Gast – etwa jeder dritte Besucher war ein Kind. Die Stadt hatte die Schau gezielt für Schulen geplant. Rund 60 Schulklassen und Kindergartengruppen besuchten die Ausstellung. Dank Förderungen konnten über 30 dieser Gruppen kostenlos Führungen bekommen. Weitere 30 Klassen durften in Workshops selbst kreativ werden und eigene Rizzi-Motive auf Leinwände malen. Vorbereitungen für dieses Programm liefen bereits über anderthalb Jahre.
Auch die lokale Wirtschaft profitierte vom Ansturm. Die Cafés am Marktplatz waren voll, und viele Gäste nutzten die Zeit für einen Spaziergang im Fischhofpark. Allein für die Rizzi-Schau wurden 120 Führungen organisiert. Zum Vergleich: Normalerweise gibt es in ganz Tirschenreuth etwa 90 Führungen im gesamten Jahr.
Bürgermeister Schärl zeigte sich sehr zufrieden mit dem Erfolg. Er deutete bereits an, dass die Stadt in drei Jahren gerne wieder eine Zusammenarbeit mit der Galerie Herrmann eingehen würde.