Tirschenreuth zieht Bilanz zur erfolgreichen Rizzi-Ausstellung
In Tirschenreuth (Oberpfalz, Bayern) ist eine besondere Kunstausstellung zu Ende gegangen. Von Ende Mai bis Anfang August waren die bunten Werke des New Yorker Künstlers James Rizzi im MuseumsQuartier zu sehen. Bei einer Abschlussfeier zogen Bürgermeister Hans-Peter Schärl und die Verantwortlichen der Galerie Herrmann aus Neumarkt nun Bilanz.
Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als 5.600 Besucher kamen in neun Wochen in die Ausstellung. Viele davon waren überrascht, dass sie fast 500 Originalwerke vorfanden. Die Gäste kamen aus ganz Deutschland, vor allem aber aus Bayern, Sachsen und Thüringen. Viele waren extra wegen der Kunst angereist, andere entdeckten die Schau zufällig im Urlaub.
Besonders viele Kinder waren zu Gast, sie machten etwa ein Drittel aller Besucher aus. Die Stadt hatte die Ausstellung über anderthalb Jahre lang vorbereitet und stark auf Schulen gesetzt. Rund 60 Schulklassen und Kindergartengruppen besuchten die Schau. Dank Förderungen konnten viele Gruppen kostenlos teilnehmen und in Workshops selbst kreativ werden. Auch ein Malwettbewerb mit über 70 Bildern gehörte zum Programm.
Der Ansturm war so groß, dass die Stadt mehr Gästeführer einstellen musste. Allein für Rizzi gab es 120 Führungen in nur neun Wochen. Normalerweise finden in der gesamten Stadt im ganzen Jahr über nur etwa 90 Führungen statt. Auch die Cafés am Marktplatz profitierten von den vielen Gästen, die oft mit Rizzi-Souvenirs ausgestattet waren.
Die Zusammenarbeit mit der Galerie Herrmann und dem Art28 Kunstverlag aus Tübingen war ein voller Erfolg. Bürgermeister Schärl zeigte sich so zufrieden, dass er sich eine Neuauflage in drei Jahren vorstellen kann.