Tiefenbronn und Enzkreis testen am 10. September Sirenen
Am Donnerstag, den 10. September 2026, wird es in Tiefenbronn (Enzkreis, Baden-Württemberg) und vielen Nachbarorten laut. Ab 11 Uhr starten die Sirenenproben. Zuerst ertönt für eine Minute ein Heulton, der an- und abschwillt. Im echten Notfall bedeutet das: Sofort handeln, es besteht eine unmittelbare Gefahr. Um 11:45 Uhr folgt dann ein Dauerton für eine Minute. Dieser signalisiert normalerweise, dass die Gefahr vorbei ist.
Insgesamt beteiligen sich 22 Kommunen im Enzkreis an der Aktion. Neben Tiefenbronn sind unter anderem Mühlacker, Neuenbürg, Remchingen und Ispringen dabei. Die Gemeinden wollen so Schwachstellen finden und das System stabiler machen. Neben den festen Sirenen nutzen einige Feuerwehren auch mobile Lautsprecherwagen, um gezielt in Wohnblocks oder Straßen zu warnen. Besonders spezialisiert sind hier die Feuerwehren in Engelsbrand, Ispringen, Maulbronn und Wurmberg.
Ein solcher Alarm ist wichtig bei Hochwasser, Waldbränden oder Unfällen in Chemiebetrieben. Kreisbrandmeister Carsten Sorg betont, dass die Menschen schnell informiert werden müssen, wenn zum Beispiel radioaktive Strahlung oder Gifte austreten.
Neben den Sirenen werden auch digitale Wege getestet. Die Warn-App NINA schickt detaillierte Infos direkt auf das Handy. Zudem wird der Dienst „Cell Broadcast“ genutzt, der automatisch Warnungen an Mobiltelefone im Gefahrengebiet sendet.
Die Behörden geben Tipps für den Ernstfall: Ruhe bewahren, Fenster und Türen schließen und Infos über Radio, Fernsehen oder Apps suchen. Die Notrufe 110 und 112 dürfen auf keinen Fall nur für allgemeine Fragen angerufen werden.
Wer wissen möchte, wie man sich am besten auf Notfälle vorbereitet, findet Tipps unter www.enzkreis-sicher.de oder www.bbk.bund.de. Wer am Warntag mitgemacht hat, kann seine Erfahrungen vom 10. bis zum 17. September unter www.warntag-umfrage.de melden.