Thurmansbang: Trinkwasser-Warnung bleibt bis auf Weiteres bestehen
Seit dem 2. Juli 2026 müssen die Menschen in Teilen der Gemeinde Thurmansbang (Landkreis Freyung-Grafenau, Bayern) ihr Trinkwasser abkochen. Die Gemeinde hat nun bestätigt, dass dieses Abkochgebot bis auf Weiteres gilt. Neue Laborergebnisse haben die Verunreinigung nämlich erneut bestätigt.
Bei den Routine-Checks wurden verschiedene Bakterien im Wasser gefunden, darunter Escherichia Coli und Enterokokken. Das bedeutet, dass von außen Schmutz in das System gelangt ist. Wer das Wasser direkt trinkt, zum Kochen benutzt oder es an offenen Wunden hat, könnte krank werden. Chemische Schadstoffe oder Schwermetalle wurden hingegen nicht gefunden.
Die Gemeinde vermutet mehrere Gründe für das Problem. Es könnten Wurzeln in alten Rohren sein, zu viele Rohrbrüche oder Sickerwasser, das durch kaputte Schächte eingedrungen ist. Auch starker Regen und die aktuellen hohen Temperaturen haben die Keime im Wasser begünstigt.
Gemeinsam mit Fachfirmen versucht die Gemeinde nun, die Fehler zu beheben. Kaputte Leitungen werden erneuert, Schächte abgedichtet und Wurzeln entfernt. Einzelne Quellen werden eventuell ganz aus dem Netz genommen. Eine schnelle Desinfektion des gesamten Wassernetzes ist technisch momentan nicht möglich.
Die Bewohner müssen das Wasser weiterhin mindestens drei Minuten lang sprudelnd kochen lassen und es dann langsam abkühlen, bevor sie es benutzen. Erst wenn drei Proben hintereinander wieder sauber sind, darf die Warnung aufgehoben werden. Wann das genau passiert, kann die Gemeinde derzeit noch nicht sagen.