Tettnang gründet eigenes Amt für Digitalisierung und IT
In Tettnang (Bodenseekreis, Baden-Württemberg) gibt es seit Montag, dem 3. August 2026, eine wichtige Änderung in der Verwaltung. Die Stadt hat ein eigenes Amt für Digitalisierung und IT ins Leben gerufen. Bisher war die IT nur ein kleiner Teil des Amtes für Personal, Organisation und IT. Diese Abteilung wurde nun herausgelöst. Das alte Amt heißt jetzt schlicht "Amt für Personal und Organisation".
An die Spitze des neuen Amtes soll Serkan Parlak treten. Er leitete bereits vorher das IT-Sachgebiet und kennt sich sowohl in der Stadtverwaltung als auch in der freien Wirtschaft aus.
Der Grund für den Umbau ist der steigende technische Druck. Laut dem Ersten Beigeordneten Timo Jung betreffen digitale Themen mittlerweile fast jeden Bereich der Stadtverwaltung. Durch das neue Amt sollen die Zuständigkeiten klarer werden. Das Ziel ist, dass Abstimmungen schneller gehen und Projekte zielgerichteter umgesetzt werden können.
Das neue Team kümmert sich unter anderem um den Betrieb der IT-Infrastruktur, die Betreuung der Nutzer und die Sicherheit gegen Cyberangriffe. Auch die Schulen in Tettnang sollen ihre technische Ausstattung und Betreuung künftig zentral über dieses Amt koordinieren. Zudem fallen Datenschutz und Datenmanagement in diesen Bereich.
Die Stadt betont, dass für die Neugründung kein zusätzliches Geld für Personal oder Material ausgegeben wurde. Es wurden lediglich bestehende Ressourcen neu geordnet. Langfristig will man so Kosten sparen, indem man einheitliche technische Standards einführt. So sollen teure Einzellösungen und doppelte Software-Lizenzen vermieden werden.
In den nächsten Jahren will die Stadt auf dieser neuen Basis eine gesamtstädtische IT-Strategie und ein Konzept für die Digitalisierung entwickeln. Damit sollen digitale Angebote für die Bürger und Unternehmen der Stadt verlässlicher werden.
Quelle: Tettnang – zur Originalmeldung