Sulz am Neckar: Forstamt warnt vor Borkenkäfer
In Sulz am Neckar (Landkreis Rottweil, Baden-Württemberg) und im gesamten Landkreis gibt es derzeit ein Problem in den Wäldern. Weil es lange Zeit warm und trocken war, konnten sich Borkenkäfer ideal vermehren. Jetzt sind viele stehende Bäume befallen.
Das Forstamt warnt, dass man sich nicht von leicht grünen Nadeln in der Krone täuschen lassen darf. Oft ist der Baum schon befallen. Wer genau hinsieht, erkennt das an braunem Bohrmehl an der Rinde oder am Stammfuß. Auch Harztröpfchen am Stamm oder Rindenstücke, die Spechte abgeschlagen haben, sind Warnzeichen. Wenn die Nadeln fahl-grün werden oder vergilben, ist es meist schon zu spät. Bei Tannen zeigen sich befallene Stellen oft durch rote Nadeln.
Waldbesitzer müssen ihre Flächen nun selbst kontrollieren. Das ist wichtig, damit die Käfer nicht auf die Grundstücke der Nachbarn übergreifen. Die Forstverwaltung und die Revierleitungen prüfen, ob die Regeln eingehalten werden. Wer nichts tut, muss mit Konsequenzen rechnen.
Beim Aufräumen gibt es wichtige Regeln: Befallenes Holz muss schnell aus dem Wald geschafft oder entrindet werden, bevor die neuen Käfer ausfliegen. Auch die Gipfel müssen weg, da sie als Brutstätte dienen. Da die Waldbrandgefahr aktuell zu hoch ist, darf das Material nicht verbrannt werden. Stattdessen soll es gehackt oder klein geschnitten werden.
Wer Stammholz verkaufen möchte, sollte auf eine Menge von mindestens 15, besser 30 Festmetern achten. Bevor das Holz auf Länge gesägt wird, sollte man mit der örtlichen Revierleitung sprechen, um den besten Verkaufspreis zu bekommen.
Wer die Arbeit nicht alleine schafft, kann die zuständigen Revierleitungen um Hilfe bitten. Die Kontaktdaten stehen auf der Internetseite des Landkreises Rottweil unter www.landkreis-rottweil.de/forstamt.