Suhl: Betrüger stehlen Schmuck im Wert von 100.000 Euro
Am Montagmorgen gegen 10:15 Uhr klingelte es bei einer älteren Frau in einem Mehrfamilienhaus in Suhl-Goldlauter (Thüringen). Über die Gegensprechanlage gaben sich die Männer als Beamte der Kriminalpolizei aus. Als die Seniorin die Tür öffnete, zeigten die beiden sogar Ausweise vor, die wie echte Dienstausweise aussahen. Die Frau vertraute den Männern und ließ sie in ihre Wohnung.
In der Wohnung erzählten die Betrüger, dass sie einen flüchtigen Mann suchen. Sie fragten die Frau nach ihren Wertgegenständen und wollten wissen, wie sie diese sicher verwahrt. Die Seniorin zeigte ihnen daraufhin ihren Tresor mit Schmuckstücken. Die Männer überredeten sie dann, die Sachen herauszugeben, weil sie diese angeblich überprüfen müssten.
Nachdem sie den Schmuck an sich genommen hatten, sagten die Männer, sie müssten noch ein Protokoll schreiben und würden dieses später nachreichen. Dann verschwanden sie. Erst später bemerkte die Frau den Betrug. Der gestohlene Schmuck hat einen Wert von insgesamt 100.000 Euro.
Die Polizei sucht nun nach zwei Männern im Alter von 30 bis 35 Jahren. Beide sind etwa 1,80 m bis 1,85 m groß, haben eine sportliche Figur und sind mittelblond. Sie sprachen Deutsch ohne Dialekt und trugen dunkle Hosen sowie dunkle Jacketts. Wer Hinweise hat, soll sich unter der Telefonnummer 03681 369-0 melden und das Aktenzeichen 0221626/2026 angeben.
Die Beamten warnen die Bevölkerung: Die echte Polizei kommt niemals in eine Wohnung, um Wertsachen oder Bargeld zur Sicherung oder Überprüfung mitzunehmen. Man solle Fremde nicht ungeprüft hereinlassen.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.