Südwestpfalz: Betrüger stehlen Schmuck und Bargeld per Schockanruf
Am Mittwoch, den 12. August 2026, waren Betrüger in der Region Pirmasens (Rheinland-Pfalz) unterwegs. Insgesamt gab es mindestens 15 Versuche, Menschen mit einer hinterhältigen Masche am Telefon auszunehmen. Die Täter suchten sich vor allem ältere Opfer aus.
Das Vorgehen war immer gleich: Die Anrufer gaben sich als Ärzte oder Staatsanwälte aus. Sie erzählten den Opfern, dass ein naher Verwandter, zum Beispiel ein Enkel oder ein Kind, schwer verletzt im Krankenhaus liege oder einen Unfall verursacht habe und nun in Haft drohe. Um die Behandlung zu bezahlen oder die Haft abzuwenden, forderten die Betrüger sofort eine hohe Summe Geld als Kaution.
Die meisten Menschen durchschauten den Trick und legten einfach auf. Doch in Geiselberg und Waldfischbach (Landkreis Südwestpfalz) hatten die Hochstapler Erfolg. Die Opfer glaubten den Lügen und gaben den Tätern Bargeld und wertvollen Schmuck oder überwiesen das Geld. In beiden Orten entstand jeweils ein Schaden in mittlerer fünfstelliger Höhe.
Besonders in Waldfischbach sucht die Polizei nun nach einem Mann. Dieser sogenannte „Abholer“ kam am Mittwochabend gegen 20 Uhr direkt zum Haus des Opfers in der Hauptstraße, um die Beute entgegenzunehmen. Der Verdächtige ist etwa 30 bis 35 Jahre alt, schlank und ungefähr 185 cm groß. Er trug kurze, dunkle Hosen.
Die Kriminalpolizei Pirmasens bittet nun um Hilfe. Wer am Mittwoch in der Hauptstraße in Waldfischbach oder in der Umgebung verdächtige Menschen oder Autos gesehen hat, soll sich melden. Hinweise können unter der Telefonnummer 0631 369-15099 oder per E-Mail an [email protected] weitergegeben werden.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.