Südliche Weinstraße wird Modellstandort für Altenhilfe-Bericht
Im Landkreis Südliche Weinstraße (Rheinland-Pfalz) wird geforscht, wie man die Unterstützung für ältere Menschen besser organisieren kann. Das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur der Goethe-Universität Frankfurt (IWAK) leitet das Projekt. Es geht darum, einen sogenannten Standard-Altenhilfebericht zu entwickeln. Neben dem Landkreis ist auch die Stadt Neustadt an der Weinstraße als Modellstandort dabei.
Das Problem ist: Für die klassische Pflege gibt es viele Statistiken und Daten. Bei der allgemeinen Altenhilfe – also allem, was Senioren im Alltag hilft – fehlen solche Grundlagen. Man weiß oft gar nicht genau, welche Angebote es vor Ort eigentlich gibt. Das Projekt will das ändern und prüfen, welche Informationen man einheitlich sammeln kann. Das Land Rheinland-Pfalz fördert das Vorhaben, das im August gestartet ist und bis Oktober 2027 läuft.
Die Zahlen im Landkreis zeigen, warum das wichtig ist: Fast jeder vierte Bewohner ist über 65 Jahre alt. Rechnet man die Menschen ab 60 Jahren dazu, sind es insgesamt 33,5 Prozent der Bevölkerung. Landrat Dietmar Seefeldt betont, dass viel Hilfe im Alltag oft privat passiert, etwa durch die Familie, Nachbarn oder in Vereinen. Diese informellen Strukturen sollen durch den Bericht sichtbar gemacht werden.
Konkret arbeiten nun Fachleute aus der Senioren-Sozialplanung, der Pflegestrukturplanung sowie aus den Gesundheits- und Planungsämtern eng zusammen. Sie führen Daten aus verschiedenen Bereichen erstmals systematisch zusammen. Dabei müssen sie auch klären, wie viel Datenschutz nötig ist und welche Daten wirklich gebraucht werden.
Das Projekt ist in der Kreisverwaltung im Referat Demografie mit Schwerpunkt Senioren angesiedelt. Wer mehr wissen möchte, findet Informationen unter www.suedliche-weinstrasse.de/senioren-und-demografie.