Sturmflut-Warnung für Emmelsbüll-Horsbüll: So verhalten sich Bewohner richtig
Bei einer Sturmflut in Emmelsbüll-Horsbüll (Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein) ist besondere Vorsicht geboten. Die Gemeinde warnt eindringlich davor, zum Deich zu fahren oder die Straßen zu nutzen. Diese müssen frei bleiben, damit die Hilfsfahrzeuge schnell durchkommen. Wer zu Hause bleibt, tut das Richtige.
Die Einsatzzentrale im Gemeindehaus wird im Alarmfall vom Bürgermeister oder seinen Stellvertretern besetzt. Die Bewohner werden gebeten, die Notrufnummern nur bei echter Gefahr zu nutzen. Bei kleinen Schäden oder Kleinigkeiten soll niemand anrufen, damit die Leitungen für die Rettungskräfte frei bleiben.
Da es bei einem Deichbruch zu Überflutungen kommen kann, gibt es einen Evakuierungsplan. Die Gemeinde ist in Warnbezirke mit festen Fluchtpunkten eingeteilt. Vertrauensmänner informieren die Nachbarn in ihrem Bereich, wenn der Kreis die Evakuierung anordnet. Wer einen Fluchtpunkt aufsucht, sollte nur das Nötigste mitnehmen, aber unbedingt eine Decke oder einen Schlafsack einpacken, da ein Aufenthalt dort mehrere Tage dauern kann.
Auch wer in einem höher gelegenen Haus wohnt, sollte im Ernstfall den Fluchtpunkt aufsuchen. Das macht es für die Rettungskräfte einfacher zu sehen, wer fehlt. Wer trotzdem zu Hause bleibt, muss dies seinem Vertrauensmann mitteilen und die oberen Stockwerke nutzen.
Die Gemeinde rät zudem, sich auf einen Stromausfall vorzubereiten. Ein Transistorradio mit Batterien, Kerzen und ein Campingkocher für warme Mahlzeiten sollten bereitstehen. ISDN-Telefone und Handys funktionieren bei Stromausfall oft nicht mehr.
Besondere Hinweise gibt es für Viehhalter: Diese sollten ihre Tiere von den Anbindungen lösen und auf höhere Warften oder Weiden treiben. Hilfe beim Treiben kann bei der Einsatzzentrale angefordert werden. Zudem ist jeder Bürger ab 16 Jahren gesetzlich verpflichtet, im Katastrophenfall zu helfen.
Wer Ferienwohnungen vermietet, soll dieses Merkblatt für die Gäste auslegen. Verbesserungsvorschläge zum Evakuierungsplan oder Änderungen der Telefonnummer können direkt beim Bürgermeister oder den Vertrauensmännern gemeldet werden.